Die kritische Trennung
Die bedeutendste monetäre Entwicklung des 20. Jahrhunderts war arguably die Trennung der formalen Verbindungen zwischen nationalen Währungen und physischen Waren - die Geburt von reinem Fiatgeld. Dieser Übergang, der abgeschlossen wurde, als Präsident Nixon 1971 die Umtauschbarkeit des US-Dollars in Gold aussetzte, markierte einen grundlegenden philosophischen Wandel. Geld war nicht länger ein Anspruch auf einen greifbaren Vermögenswert, sondern ein rechtliches Konstrukt, das durch staatliche Verordnung und kollektives Vertrauen gestützt wurde.

Diese Fiat-Revolution gewährte den Zentralbanken beispiellose Kontrolle über die Geldpolitik. Sie konnten jetzt die Geldmenge ausweiten, um Rezessionen zu bekämpfen, staatliche Ausgaben leichter zu finanzieren und Zinssätze als wirtschaftliche Instrumente zu manipulieren. Die unmittelbaren Vorteile umfassten eine größere Flexibilität zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen und die Beseitigung externer Beschränkungen für die Innenpolitik.

Der Inflationskompromiss
Allerdings ging mit dieser neuen Macht erhebliche Handelskompromisse einher. Ohne die natürliche Disziplin, die durch die Knappheit von Gold auferlegt wurde, sahen sich die Regierungen ständig der Versuchung ausgesetzt, Ausgaben durch Geldschöpfung zu finanzieren, was zu anhaltendem inflatorischem Druck führte. Die Stagflation der 1970er Jahre offenbarte diese Verwundbarkeit, da expansionistische Politiken, die darauf abzielten, die Beschäftigung zu steigern, stattdessen ungebremste Inflation neben wirtschaftlicher Stagnation erzeugten.

Diese Ära erlebte den Aufstieg neuer Anlageklassen als Inflationsschutz. Während Gold ($XAU ) ein traditioneller Wertspeicher blieb, gewannen andere Rohstoffe an Bedeutung. Öl ($CL) verwandelte sich in "schwarzes Gold", ein entscheidendes strategisches Gut, dessen Preisbewegungen begannen, die globalen Volkswirtschaften drastisch zu beeinflussen. Agrarische Rohstoffe wie Weizen ($ZW) und Mais ($ZC) wurden nicht nur zu Nahrungsmitteln, sondern auch zu finanziellen Instrumenten, die empfindlich auf die Geldpolitik reagierten.

Die Dominanz des Dollars
Das System nach Bretton Woods entwickelte sich zu einem de facto globalen Dollarstandard. Obwohl es nicht durch Gold gedeckt war, schuf die Dominanz des US-Dollars im Handel, in der Finanzierung und in den Reserven außergewöhnliche exorbitante Privilegien für die Vereinigten Staaten. Andere Nationen akkumulierten Dollar als Reserven, was effektiv einem günstigen Kredit an die USA gleichkam. Dieses System führte zu globalen Ungleichgewichten, bot jedoch einen einheitlichen Rahmen für den internationalen Handel.

Digitale Vorläufer
Im späten 20. Jahrhundert erlebte man auch die Digitalisierung des traditionellen Geldes – elektronische Banküberweisungen, Kreditkarten und digitale Buchführung von Fiat-Währungen. Während diese Systeme oft fälschlicherweise für echte digitale Währungen gehalten werden, stellten sie lediglich Ansprüche auf traditionelle Bankeinlagen dar und nicht innovative Formen von Geld. Sie optimierten das bestehende System, veränderten jedoch nicht die grundlegende Natur des Geldes als zentralisiertes, schuldenbasiertes Instrument, das politischer Kontrolle und inflatorischer Erosion unterworfen ist.

Schlüsselanlagen der Fiat-Ära: $DXY (US-Dollar-Index), $XAU (Gold), $CL (Rohöl), $BTC (Bitcoin als digitales Goldanalog), $TIP (TIPS ETF zum Inflationsschutz)

BTC
BTCUSDT
66,814.8
-0.89%

XAU
XAUUSDT
4,987.85
+1.41%

PAXG
PAXGUSDT
4,989.87
+1.43%

#FiatMoney #MonetaryPolicy #Inflation #DollarDominance #Write2Earn