XAU ist gerade bei etwa 4617 nahe, wurde wieder an den 24-Stunden-Hochpunkt zurückgezogen – aber an dieser Stelle ist meine erste Reaktion: nicht hinterherjagen.
Das Marktbild ist eigentlich etwas gespalten. Der Preis „reibt“ sich langsam über der 15-Minuten-Doppelmovingaverage-Linie ein, während im Future der aktive Kauf der letzten 7 Stunden besonders heftig ist: Der aktive Kauf macht über 80% aus, und das Long/Short-Verhältnis wurde auf über 4,6 gezogen. Allein betrachtet sieht es so aus, als ob Kapital den Kurs nach oben drückt.
Aber wenn man es genauer aufdröselt, wirkt es hohl. Das Open Interest bei den Futures ist im Grunde kaum gestiegen; in den letzten 7 Stunden gab es nur ein minimales Plus von 0,1%, und die Funding-Rate hing die ganze Zeit bei 0. Dieser aktive Kauf scheint kein frisches Geld zu sein, das neu einsteigt und aufbaut, sondern eher kurzfristiges Hin-und-Her-Scannen – oder auch Short-Covering.
Beim Spot ist es noch offensichtlicher: Große Orders haben über fünf aufeinanderfolgende Perioden hinweg weiter „netto“ Zuflüsse mit 0 im Auftragsbuch, und die Sell-Walls im Orderbuch sind mehr als doppelt so dick wie die Buy-Walls. Oben liegt also Verkaufsdruck auf dem Kurs. Die Position der Großanleger ist eher long, aber innerhalb der letzten 7 Stunden wird auch dort leicht abgebaut.
Kurz gesagt: Der kurzfristige Momentum der Futures drückt den Preis in eine Hochzone, aber die echte Spot-Nachfrage bzw. -Unterstützung kommt nicht mit.
Daher ist die Richtung nicht schlecht – der Kurs liegt über den gleitenden Durchschnitten, klebt am Hoch und der Trend ist grundsätzlich noch vertretbar. Aber die Argumente tragen ein Nachkaufen auf diesem Niveau nicht. An so einer Position ist das Chance-Risiko-Verhältnis beim Hinterherkaufen eher durchschnittlich; sobald sich die kurzfristige Kaufwelle zurückzieht, werden die Schwankungen in der Hochzone größer.
Wenn du handeln willst, warte auf zwei Signale: Entweder mit Volumen einen neuen Hochpunkt stehen lassen, oder bei 4607–4611 in der Nähe der Doppelmovingaverage-Zone einen Rücksetzer beobachten und schauen, ob jemand nachkauft. Im Moment erst mal abwarten und nicht hastig „aufspringen“.
#xau $XAU
Das Marktbild ist eigentlich etwas gespalten. Der Preis „reibt“ sich langsam über der 15-Minuten-Doppelmovingaverage-Linie ein, während im Future der aktive Kauf der letzten 7 Stunden besonders heftig ist: Der aktive Kauf macht über 80% aus, und das Long/Short-Verhältnis wurde auf über 4,6 gezogen. Allein betrachtet sieht es so aus, als ob Kapital den Kurs nach oben drückt.
Aber wenn man es genauer aufdröselt, wirkt es hohl. Das Open Interest bei den Futures ist im Grunde kaum gestiegen; in den letzten 7 Stunden gab es nur ein minimales Plus von 0,1%, und die Funding-Rate hing die ganze Zeit bei 0. Dieser aktive Kauf scheint kein frisches Geld zu sein, das neu einsteigt und aufbaut, sondern eher kurzfristiges Hin-und-Her-Scannen – oder auch Short-Covering.
Beim Spot ist es noch offensichtlicher: Große Orders haben über fünf aufeinanderfolgende Perioden hinweg weiter „netto“ Zuflüsse mit 0 im Auftragsbuch, und die Sell-Walls im Orderbuch sind mehr als doppelt so dick wie die Buy-Walls. Oben liegt also Verkaufsdruck auf dem Kurs. Die Position der Großanleger ist eher long, aber innerhalb der letzten 7 Stunden wird auch dort leicht abgebaut.
Kurz gesagt: Der kurzfristige Momentum der Futures drückt den Preis in eine Hochzone, aber die echte Spot-Nachfrage bzw. -Unterstützung kommt nicht mit.
Daher ist die Richtung nicht schlecht – der Kurs liegt über den gleitenden Durchschnitten, klebt am Hoch und der Trend ist grundsätzlich noch vertretbar. Aber die Argumente tragen ein Nachkaufen auf diesem Niveau nicht. An so einer Position ist das Chance-Risiko-Verhältnis beim Hinterherkaufen eher durchschnittlich; sobald sich die kurzfristige Kaufwelle zurückzieht, werden die Schwankungen in der Hochzone größer.
Wenn du handeln willst, warte auf zwei Signale: Entweder mit Volumen einen neuen Hochpunkt stehen lassen, oder bei 4607–4611 in der Nähe der Doppelmovingaverage-Zone einen Rücksetzer beobachten und schauen, ob jemand nachkauft. Im Moment erst mal abwarten und nicht hastig „aufspringen“.
#xau $XAU