August

Venezuela belegt weiterhin den vierten Platz als Erdöllieferant Indiens, angesichts der im Nahen Osten herrschenden Konfliktlage.

Indien weitet weiterhin seine Erdölbezugsquellen aus, während der Konflikt im Nahen Osten anhält. Daher greift das Land weiterhin auf Venezuela zurück, um seine Versorgung zu diversifizieren.

Laut dem von Energy World veröffentlichten Bericht zeigten Daten des Unternehmens Kpler, dass die Rohölimporte Indiens aus Venezuela im bisherigen Verlauf des Monats August 2026 «erheblich gestiegen» sind und das karibische Land damit zum viertgrößten Lieferanten von Rohöl wurde.

Venezuela hat in den asiatischen Staat rund 444.000 Barrel Rohöl pro Tag (bpd) exportiert und damit Lieferungen aus dem Irak (118.000 bpd) sowie aus den USA (153.000 bpd) übertroffen – laut Angaben der Firma.

Wichtig ist, dass sich seit der Wiederaufnahme der Importe im April die Position Venezuelas als Erdöllieferant für Indien erhöht hat.

Sumit Ritolia, Senior-Geschäftsführer für Modellierung bei Kpler, betonte, dass sich die Strategie Indiens zunehmend auf „mehrere Fronten“ gleichzeitig konzentriert.

In diesem Zusammenhang hob er hervor, dass es sich bei diesen „Fronten“ darum handelt, wo immer möglich die nationale Erdöl- und Gasförderung zu erhöhen, die Rohöllieferanten und Transportwege im Ausland zu diversifizieren, strategische und kommerzielle Bestände aufzubauen und die Entwicklung von Alternativen wie Gas, Biokraftstoffen, Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien zu beschleunigen.

Trotzdem bleibt Russland weiterhin auf dem ersten Platz als Erdöllieferant für Indien: Die Importe kamen im laufenden Monat bisher nahezu auf 2 Millionen Barrel pro Tag.

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