Laut CNBC drückten in dieser Woche steigende Anleiherenditen und höhere Ölpreise die Aktien. Der S&P 500 fiel um rund 1,43%, der Nasdaq Composite um 2,05% und der Dow Jones Industrial Average um 0,85%. Das US-Finanzministerium teilte am Mittwochmorgen mit, dass es die Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen mehr als verdoppeln werde. Diese Maßnahme drückte die Renditen zunächst kurzfristig nach unten und hob die Aktien an, bevor die Renditen später in der Woche wieder anzogen. Auch Pennsylvania-Gouverneur Josh Shapiro unterzeichnete am Dienstag eine Executive Order, die strengere Vorgaben für den Ausbau von Rechenzentren in seinem Bundesstaat vorsieht, was die Volatilität im KI-Handel zusätzlich erhöhte.
Broadcom fiel am Mittwoch um 4 %, nachdem Marvell Technology eine weitreichende Partnerschaft mit Alphabet und Googles angekündigt hatte. Später stieg Broadcom am Freitag wieder, obwohl es weiterhin auf einen voraussichtlichen wöchentlichen Rückgang von rund 6,2 % zusteuert. Bloomberg berichtete zudem am Freitag, dass Broadcom Gespräche führt, um mehr als 60 Milliarden US-Dollar an Schulden für einen AI-Finanzierungsdeal aufzunehmen. Dabei würde ein Special Purpose Vehicle (Zweckgesellschaft) Broadcom-Chips kaufen und sie an einen Mieter verleasen, beispielsweise an Anthropic. Im Halbleiterbereich wurde Cadence Design Systems in den Bullpen aufgenommen, nachdem CEO Anirudh Devgan bei „Mad Money“ aufgetreten war, während Micron eine weiterhin hoch überzeugende KI-Position blieb, nachdem CEO Sanjay Mehrotra das Werk in Boise, Idaho, sowie langfristige Kundenvereinbarungen des Unternehmens erörtert hatte.
Die Einzelhandelszahlen fielen gemischt aus. Home Depot meldete Ergebnisse und Umsätze über den Erwartungen; zudem stiegen die Umsätze in vergleichbaren Filialen um 1,7 %. TJX Companies übertraf die Erwartungen bei Umsatz, Gewinn und Umsätzen in vergleichbaren Filialen, verzeichnete jedoch für Marmaxx einen Anstieg der vergleichbaren Verkäufe um 1 % gegenüber 3 %, die erwartet worden waren. Walmart fiel um 9 %, nachdem sowohl die Erwartungen zu den Umsätzen in vergleichbaren Filialen in den USA als auch der Ausblick auf die Ergebnisse enttäuschten. Dagegen stiegen Ross Stores, nachdem das Unternehmen die Erwartungen übertroffen und eine starke Prognose ausgegeben hatte. BJ's Wholesale erhöhte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr bei den Gewinnen.
