CHRONIKEN EINES NEUEN HÄNDLERS

Kapitel 6: Der Handel, der mich demütigte

Heute Morgen wachte ich mit einem Handel in Gewinn auf.

Nicht mit einem großen Gewinn, aber Grün ist Grün.

Mein erster Impuls war, ihn zu schließen. Ich kenne mich selbst—ich habe gute Trades auch zu früh geschlossen, weil ich Angst hatte, den kleinen Gewinn zu verlieren, den ich hatte.

Aber diesmal hielt ich inne.

Das Setup war immer noch gültig. Der Markt befand sich immer noch in einem Aufwärtstrend. BTC machte Bewegungen, und mein Trade hatte mein TP noch nicht erreicht.

Also entschied ich mich für Geduld.

Dann schaute ich weg, um einen anderen Markt zu analysieren.

Und bevor ich „Jack Robinson“ sagen konnte…

ein scharfer Rücksetzer.

Ganz wie im Handumdrehen drehte sich der Trade gegen mich.

Und genau da hat mir das Trading noch eine Lektion beigebracht.

Nicht jeder verlierende Trade ist ein schlechter Trade.

Ich hatte einen Plan.
Das Setup war gültig.
Ich bin nicht aus FOMO eingestiegen.
Ich habe meine Analyse nicht aufgegeben.

Der Markt hat einfach getan, was der Markt eben tut.

Er hat sich bewegt.

Das war der Teil, den ich verstehen musste.

Geduld garantiert keinen Gewinn.

Ein gutes Setup garantiert keinen Gewinn.

Selbst gute Analysen können auf eine unerwartete Bewegung treffen.

Das Ziel ist nicht, dass jeder Trade ein Gewinner sein muss.

Das Ziel ist, sicherzustellen, dass ein einziger verlierender Trade dich nicht deine Disziplin verlieren lässt.

Also jage ich dem Verlust nicht hinterher.

Ich dränge mich nicht in einen weiteren Trade.

Ich nehme die Lektion mit und mache weiter.

Ein Trader, der versteht, dass gute Trades trotzdem scheitern können, lernt bereits, anders zu denken.

Ein Trade ist fehlgeschlagen.

Die Lektion nicht.

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