#dusk @Dusk wollte heute etwas langsamer machen an einem Wort, das im gesamten RWA-Bereich ziemlich locker verwendet wird – „Tokenisierung“. Dusk zerlegt das tatsächlich in drei unterschiedliche Dinge, und als ich sie getrennt vor mir sah, haben viele dieser vagen Marketingformulierungen anderswo plötzlich Sinn ergeben.
Erstens ist da Digitalisierung. Das ist im Grunde die Verlagerung der Verwaltung von Vermögensgegenständen – also der Asset-Registrierung – von Papier oder manuellen Prozessen in digitale Systeme. Man denkt dabei an entmaterialisierte Wertpapiere, die in einem zentralen Register verwaltet werden. Der Lebenszyklus des Vermögensgegenstands und die zwischengeschalteten Akteure bleiben normalerweise exakt gleich; nur das Speichermedium ändert sich.
Zweitens ist Tokenisierung – der Begriff, den die meisten eigentlich meinen, wenn sie „Tokenisierung“ nur so nebenbei sagen. Dabei wird ein Token ausgegeben, der einen Vermögenswert repräsentiert oder einen Anspruch darauf. Der Token kann programmierbar sein und sich leichter in Anwendungen integrieren lassen; regulierte Vermögenswerte, die auf diesem Modell basieren, setzen jedoch häufig weiterhin auf bestehende Verwahr-, Registrierungs- und Settlement-Prozesse, die außerhalb der Kette stattfinden (off chain). Der Token ist dabei eine Art Hülle, kein Ersatz für das zugrunde liegende System der Aufzeichnungen.
Drittens – und das ist der Punkt, an dem Dusk sich tatsächlich verortet – ist die native Emission. Das bedeutet, dass der Vermögensgegenstand selbst auf der Kette erstellt und verwaltet wird: Emission, Übertragungen, Serviceleistungen und Settlement können direkt rund um das Ledger stattfinden, statt einen Token als Hülle um irgendein separates off-chain System zu verwenden.
Warum diese Unterscheidung praktisch wirklich zählt: Native Emission wird als Ansatz beschrieben, die Abhängigkeit von getrennten Verwahr- und Register-Schichten zu verringern (je nach rechtlicher Ausgestaltung). Außerdem kann sie die Übergaben zwischen Emission, Transfer, Servicing und Settlement reduzieren, weil weniger doppelte Datensätze existieren, wenn der gesamte Ablauf von Anfang an nativ auf der Kette lebt. Allein Tokenisierung bringt dir das nicht; du musst oft weiterhin zwischen dem Token und dem realen, zugrunde liegenden Vermögenswert abgleichen, der irgendwo anders sitzt.
Wenn Dusk also über regulierte Märkte spricht, geht es nicht wirklich darum, Vermögenswerte in Tokens einzupacken. Es geht vielmehr um die tiefere Variante, bei der der Lebenszyklus des Vermögenswerts selbst von Anfang an um On-Chain-Workflows neu designt wird.
$DUSK
Erstens ist da Digitalisierung. Das ist im Grunde die Verlagerung der Verwaltung von Vermögensgegenständen – also der Asset-Registrierung – von Papier oder manuellen Prozessen in digitale Systeme. Man denkt dabei an entmaterialisierte Wertpapiere, die in einem zentralen Register verwaltet werden. Der Lebenszyklus des Vermögensgegenstands und die zwischengeschalteten Akteure bleiben normalerweise exakt gleich; nur das Speichermedium ändert sich.
Zweitens ist Tokenisierung – der Begriff, den die meisten eigentlich meinen, wenn sie „Tokenisierung“ nur so nebenbei sagen. Dabei wird ein Token ausgegeben, der einen Vermögenswert repräsentiert oder einen Anspruch darauf. Der Token kann programmierbar sein und sich leichter in Anwendungen integrieren lassen; regulierte Vermögenswerte, die auf diesem Modell basieren, setzen jedoch häufig weiterhin auf bestehende Verwahr-, Registrierungs- und Settlement-Prozesse, die außerhalb der Kette stattfinden (off chain). Der Token ist dabei eine Art Hülle, kein Ersatz für das zugrunde liegende System der Aufzeichnungen.
Drittens – und das ist der Punkt, an dem Dusk sich tatsächlich verortet – ist die native Emission. Das bedeutet, dass der Vermögensgegenstand selbst auf der Kette erstellt und verwaltet wird: Emission, Übertragungen, Serviceleistungen und Settlement können direkt rund um das Ledger stattfinden, statt einen Token als Hülle um irgendein separates off-chain System zu verwenden.
Warum diese Unterscheidung praktisch wirklich zählt: Native Emission wird als Ansatz beschrieben, die Abhängigkeit von getrennten Verwahr- und Register-Schichten zu verringern (je nach rechtlicher Ausgestaltung). Außerdem kann sie die Übergaben zwischen Emission, Transfer, Servicing und Settlement reduzieren, weil weniger doppelte Datensätze existieren, wenn der gesamte Ablauf von Anfang an nativ auf der Kette lebt. Allein Tokenisierung bringt dir das nicht; du musst oft weiterhin zwischen dem Token und dem realen, zugrunde liegenden Vermögenswert abgleichen, der irgendwo anders sitzt.
Wenn Dusk also über regulierte Märkte spricht, geht es nicht wirklich darum, Vermögenswerte in Tokens einzupacken. Es geht vielmehr um die tiefere Variante, bei der der Lebenszyklus des Vermögenswerts selbst von Anfang an um On-Chain-Workflows neu designt wird.
$DUSK
