SNDK liegt jetzt nahe bei 1617, fest an den heutigen Hochs angehängt; die 20- und 50-Tage-Linien liegen komplett unter den Füßen, und die 4-Stunden-Richtung zeigt ebenfalls nach oben – rein vom Kursverlauf her ist diese Bewegung tatsächlich stark.

Das Problem ist jedoch, dass das Geld nicht mitzieht. Das Kontrakts-Open-Interest ist innerhalb eines Tages um 10 % geschrumpft. Der Anstieg, der dabei entstanden ist, scheint nicht wie frisches Geld zu sein, das nachschiebt, sondern eher wie ein Rückzug der Short-Positionen. Auf der Spot-Seite gab es nicht einmal eine einzelne größere Netto-Zuflussorder – die Qualität dieser Rally muss man daher mit einem Fragezeichen versehen.

Es gibt aber auch gute Punkte: Das Verhältnis von Long- zu Short-Positionen der Großanleger liegt noch immer über 1,14. Außerdem haben sich die Anzahl der Konten innerhalb von sieben Stunden wieder deutlich erhöht, und auch die Positionen wurden ein wenig aufgestockt – das „smarte Geld“ ist also nicht abgezogen.

Kurz gesagt: Der Preis ist stark, aber es ist nicht genug Geld da. Die Finanzierungskosten liegen bei 0, und die aktiven Kauforders sind auch nur etwa halb so stark. Zudem ist die Empfangsmenge im Orderbuch etwas dünner als der Verkaufsdruck – die Kaufkraft, die zum Hinterherlaufen (FOMO) anregt, ist nicht besonders stark.

Daher gehe ich hier nicht hinterher und bin auch nicht in Eile, leer zu gehen. Ob der Rebound zuverlässig ist, hängt davon ab, ob nach einem Rücksetzer jemand übernimmt. Erst wenn ein Rücksetzer eingepreist ist und man sich daran bestätigt, ist es wieder besser – jetzt hineinzugehen ergibt im Moment ein eher durchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis.

#sndk $SNDK