Im Rahmen von ICT wird die Liquidität üblicherweise in Buy-Side Liquidity (BSL) und Sell-Side Liquidity (SSL) klassifiziert.
Buy-Side Liquidity — BSL
Die Buy-Side Liquidity wird konzeptionell oberhalb bestimmter Hochs identifiziert.
In diesen Zonen können unter anderem mit diesen Teilnehmern verbundene Stop-Loss-Kauforders existieren, zum Beispiel:
Stops für Short-Positionen.
Eingangsorders der Teilnehmer, die nach bullischen Breakouts suchen.
Wenn der Preis ein zuvor identifiziertes Hoch übersteigt, können diese Orders ausgelöst werden.
Aus dem Chart können wir nur erkennen, dass der Preis das Niveau überschritten hat. Im Rahmen von ICT kann dieses Ereignis als ein Take von Buy-Side Liquidity interpretiert werden.
Ausschließlich anhand des Charts kann nicht bestimmt werden, ob eine Institution die Bewegung absichtlich ausgelöst hat, noch ob die aktiven Orders speziell dafür verwendet wurden, um institutionelle Positionen in die entgegengesetzte Richtung zu eröffnen.
Sell-Side Liquidity — SSL
Die Sell-Side Liquidity wird konzeptionell unterhalb bestimmter Tiefs identifiziert.
In diesen Zonen können unter anderem mit diesen Teilnehmern verbundene Stop-Loss-Verkaufsorders existieren, zum Beispiel:
Stops für Long-Positionen.
Eingangsorders der Teilnehmer, die nach bärischen Breakouts suchen.
Wenn der Preis unter ein zuvor identifiziertes Tief fällt, können diese Orders ausgelöst werden.
Im Rahmen von ICT kann dieses Ereignis als ein Take bzw. ein Raid auf Sell-Side Liquidity interpretiert werden.
Wie bei BSL lässt sich anhand des Charts nicht direkt die Identität der Teilnehmer und die Absicht hinter der Bewegung bestimmen.
