Die Alchemie der Schulden: Warum Abwicklung niemals ohne Risiko-Exposition geschieht

Ich habe Liquidationsereignisse immer ein wenig unangenehm zu beobachten gefunden. Ein Markt fällt schnell, Sicherheiten werden verkauft, und plötzlich kann sich eine Position, die zunächst beherrschbar wirkte, zu einem viel größeren Problem entwickeln. Das Kuriose ist: Die Liquidation selbst kann die Situation manchmal sogar verschlimmern.

Das hat mich über TermMax und einen anderen Umgang mit Verzug/Default nachdenken lassen.

Anstatt sich ausschließlich auf eine Auktion im Sekundärmarkt zu verlassen, um notleidende Sicherheiten loszuwerden, kann TermMax mit seinem Design Richtung physischer Lieferung gehen. Wenn ein Default über den Liquidationszeitraum hinaus nicht geklöst wird, können die verpfändeten Sicherheiten letztlich an Inhaber von Fixed-Rate Token (FT) zum Fälligkeitstermin verteilt werden.

Auf den ersten Blick klingt das wie ein Ausweg aus liquidationsbedingtem Slippage. Und in manchen Situationen könnte es nützlich sein – insbesondere dann, wenn die Sicherheiten nicht etwas sind, das sich leicht verkaufen lässt, ohne den Markt zu bewegen.

Aber es gibt einen wichtigen Haken.

Das Risiko ist nicht verschwunden. Es hat sich nur verlagert.

Bei einer Auktion haben Kreditgeber das Risiko der Ausführung und des Slippage. Bei einer physischen Lieferung könnten sie am Ende selbst den zugrunde liegenden Vermögenswert halten – und damit dessen Kursrisiko.

Das ist vermutlich die spannendere Erkenntnis. DeFi kann verändern, wie Default gehandhabt wird, aber es kann keine wirtschaftliche Exposition verschwinden lassen.

Wenn die Liquidität austrocknet, muss am Ende jemand den Vermögenswert halten.

Wer soll diese Exposition tragen, wenn der Markt nicht mehr mitspielt?
@TermMax #TermMax