Ich bin in Dusk gegangen und habe erwartet, dass die Privacy-Story im Transaktionsmix auftaucht. Stattdessen hat zuerst die Angebotsseite meine Aufmerksamkeit erregt.

Der DUDE-Explorer zeigt aktuell insgesamt etwa 572,2 Mio. DUSK an Gesamtangebot, wobei ungefähr 207 Mio. aktiv gestakt sind. Ein weiteres Explorer-Snapshot teilt das Gleichgewicht noch genauer auf: 355,5 Mio. DUSK sind als Bridge-locked markiert, sodass gemäß eigener Berechnung nur etwa 4,7 Mio. als „liquid“ verbleiben.

Das ist eine ungewöhnliche Diskrepanz.

Das Netzwerk soll Infrastruktur für finanzielle Aktivitäten sein, doch die beobachtbare Token-Struktur wird eher von Staking und gesperrten Salden dominiert als von frei zirkulierender Liquidität.

Dann habe ich mir Transaktionen angesehen. Ein Explorer-Snapshot zeigte 174 Transaktionen innerhalb von 24 Stunden: 160 öffentliche Moonlight-Transaktionen und nur 14 geschützte Transaktionen. Das sind ungefähr 8 % geschützte Aktivität.

Das hat meine anfängliche Sicht auf das Netzwerk verändert.

Die Privacy-Fähigkeit ist real, aber die sichtbare Aktivität ist weiterhin überwiegend öffentlich. Das heißt nicht, dass die private Nutzung scheitert – geschützte Transaktionen verstecken gezielt Details, sodass öffentliche Explorer nicht das gesamte Bild erfassen können.

Meine Schlussfolgerung ist eine andere: Dusk verhält sich aktuell möglicherweise eher wie ein stakingslastiger Infrastruktur-Asset als wie das von vielen erdachte Privacy-Finance-Marktangebot.

Wo sitzt also die reale ökonomische Nachfrage – in vertraulicher Finanzaktivität, die bisher noch nicht sichtbar ist, oder in einem Token, dessen Angebot zunehmend dafür gebunden ist, das Netzwerk abzusichern?

@Dusk $DUSK #dusk