$SOXL Heute hat man den Leverage-Spielern wieder eine Lektion erteilt: -18,5% tun zwar weh, aber diese Sache ist von Natur aus ein Werkzeug für Dreifach-Strategien, nicht für Langfrististen gedacht.

Makroseitig haben ein sprunghafter Anstieg der US-Anleiherenditen plus die panische Neubewertung der AI-Investitionsausgaben dazu geführt, dass dem Halbleitersektor insgesamt Blut abgezogen wurde. Der SOX-Index selbst war ohnehin schon kraftlos, und unter dem 3-fachen Hebel kommt natürlich die „Überraschung“ im Vergrößerungsmodus. Das Handelsvolumen lag bei 1,546 Milliarden US-Dollar; diese Umschlagshäufigkeit zeigt, wie groß die Differenzen sind: Manche fangen Messer bei etwa 124 auf, andere steigen schlicht aus und ziehen den Cut.

Ich sehe bei dieser Runde nicht die Chip-Nachfrage selbst als den Kernfaktor, sondern dass der Markt gerade neu bewertet, dass „hohe Zinsen länger anhalten“ müssen. Unter Erwartungen einer sich verknappenden Liquidität werden hoch bewertete Growth-Aktien immer zuerst abgestoßen. $SOXL ist dabei nur derjenige, der am härtesten als Sündenbock herhalten musste.

Kurzfristig: Ein intraday überverkauft-Retracement kann jederzeit kommen, aber rechnet nicht mit einer Trendwende. Täglicher Verfall ist das Schicksal von Leveraged-Produkten; nach drei Tagen Seitwärtsdrift werdet ihr still vor euch hin weiter Blut verlieren. Wenn ihr euch schon an die Richtung dranhängen wollt, schaut auf den US-amerikanischen ISM/Manufacturing-PMI und die Beschäftigungsdaten nächste Woche. Wenn die Daten nicht weichzeichnen, gibt es für den Mainboard keine Rettung; $SOXL ist dann nur noch dafür da, in der Spanne von 120 bis 140 hin- und herzuschwingen…

#Halbleiter