Ich bin in meinen Wallet-Logs auf eine alte Rechnung aus dem Jahr 2018 gestoßen. Damals hatte ich mich von der Hype-Welle mitreißen lassen und an einer ganzen Reihe von ICOs teilgenommen – Dusk war eines davon. Danach hat das Team das Projekt jahrelang ganz gemächlich weiterentwickelt, fast sieben Jahre lang. Ich hatte das schon fast vergessen, bis diesmal mit dem echten Mainnet-Launch endlich wieder dieser Gedanke kam und ich kurz nachschauen wollte.
Dusk wurde 2018 von Jelle Pol und Emanuele Francioni in Amsterdam gegründet. Das ICO brachte damals ungefähr acht Millionen US-Dollar ein. Im Vergleich zu anderen Projekten aus demselben Jahr, die oft gleich mehrere Dutzend Millionen bis hin zu hunderten Millionen einsammelten, war das vom Umfang her nicht besonders groß. Danach war für genau sechs Jahre weitgehend Funkstille – bis Anfang 2025 das Mainnet offiziell online ging. Diese so lange Phase ohne News ist in der Krypto-Welt, im Takt von „Drei Monate ohne Schlagzeilen und dann ist es wohl durch“, ziemlich selten – eine gehörige Ausdauer.
Meine erste Reaktion war daher eher verwirrt: Sechs Jahre Zeit – andere Projekte haben ihre Narrative längst mehrfach überarbeitet. Worum ging es bei Dusk? Als ich mir alles genauer ansah, wurde mir klar: Das, woran sie die ganze Zeit verbissen gearbeitet haben, war nicht „Storytelling“, sondern die zwei schwierigsten Brocken aus dem Bereich Kryptografie und regulatorischer Compliance – genau die Dinge, die sich nicht schnell „hinbiegen“ lassen. Zero-Knowledge-Beweis-Schaltkreise, Mechanismen für selektive Offenlegung und die Ausrichtung auf den regulatorischen Rahmen der EU – für all das gibt es keinen Abkürzungsweg. Zeit zu investieren ist die einzig verlässliche Methode. Gegenüber Projekten, die jedes Jahr ihre Story dreimal wechseln, wirkt diese „einfach still auf die große Aktion hinarbeiten“-Strategie kurzfristig natürlich erstmal benachteiligend: Community-Hype und Aufmerksamkeit im Sekundärmarkt können da nicht mithalten.
Aber das Schwert, das sechs Jahre lang geschliffen wird, hat eben auch einen klaren Preis: Man verpasst gleich zwei komplette Bullenmarkt-Zyklen. In dieser Zeit gibt es zwangsläufig Abwanderung und Brüche bei Team, Community und Codebase. Ich habe nachgesehen, wie aktiv die Entwickler aktuell sind – im Vergleich zu der anfänglichen Hitze direkt beim Mainnet-Launch zeigt sich schon ein leichtes Abklingen. Selbst mit noch so solide gebautem technischen Fundament kann diese sechsjährige Ausdauer am Ende vielleicht nur zu einem „Technisch ziemlich stark, aber niemand nutzt es“ führen.
Meine alte 2018er-Transaktion war somit – so betrachtet – aus Versehen Begleitung über einen ganzen Projektzyklus. Rückblickend finde ich das ziemlich bemerkenswert: Unter den Projekten, die ich gesehen habe, waren es nicht viele, die selbst eine sechsjährige Phase der Stille durchgehalten und das Team nicht einfach aufgelöst haben.
Habt ihr in euren Händen auch so ein altes Projekt, das euch irgendwann „aus dem Kopf gerutscht ist, weil ihr es ja selbst gekauft hattet“ – und bei dem das Wiederaufgreifen später eher Überraschung oder eher Enttäuschung gebracht hat?
@Dusk #dusk $DUSK
Dusk wurde 2018 von Jelle Pol und Emanuele Francioni in Amsterdam gegründet. Das ICO brachte damals ungefähr acht Millionen US-Dollar ein. Im Vergleich zu anderen Projekten aus demselben Jahr, die oft gleich mehrere Dutzend Millionen bis hin zu hunderten Millionen einsammelten, war das vom Umfang her nicht besonders groß. Danach war für genau sechs Jahre weitgehend Funkstille – bis Anfang 2025 das Mainnet offiziell online ging. Diese so lange Phase ohne News ist in der Krypto-Welt, im Takt von „Drei Monate ohne Schlagzeilen und dann ist es wohl durch“, ziemlich selten – eine gehörige Ausdauer.
Meine erste Reaktion war daher eher verwirrt: Sechs Jahre Zeit – andere Projekte haben ihre Narrative längst mehrfach überarbeitet. Worum ging es bei Dusk? Als ich mir alles genauer ansah, wurde mir klar: Das, woran sie die ganze Zeit verbissen gearbeitet haben, war nicht „Storytelling“, sondern die zwei schwierigsten Brocken aus dem Bereich Kryptografie und regulatorischer Compliance – genau die Dinge, die sich nicht schnell „hinbiegen“ lassen. Zero-Knowledge-Beweis-Schaltkreise, Mechanismen für selektive Offenlegung und die Ausrichtung auf den regulatorischen Rahmen der EU – für all das gibt es keinen Abkürzungsweg. Zeit zu investieren ist die einzig verlässliche Methode. Gegenüber Projekten, die jedes Jahr ihre Story dreimal wechseln, wirkt diese „einfach still auf die große Aktion hinarbeiten“-Strategie kurzfristig natürlich erstmal benachteiligend: Community-Hype und Aufmerksamkeit im Sekundärmarkt können da nicht mithalten.
Aber das Schwert, das sechs Jahre lang geschliffen wird, hat eben auch einen klaren Preis: Man verpasst gleich zwei komplette Bullenmarkt-Zyklen. In dieser Zeit gibt es zwangsläufig Abwanderung und Brüche bei Team, Community und Codebase. Ich habe nachgesehen, wie aktiv die Entwickler aktuell sind – im Vergleich zu der anfänglichen Hitze direkt beim Mainnet-Launch zeigt sich schon ein leichtes Abklingen. Selbst mit noch so solide gebautem technischen Fundament kann diese sechsjährige Ausdauer am Ende vielleicht nur zu einem „Technisch ziemlich stark, aber niemand nutzt es“ führen.
Meine alte 2018er-Transaktion war somit – so betrachtet – aus Versehen Begleitung über einen ganzen Projektzyklus. Rückblickend finde ich das ziemlich bemerkenswert: Unter den Projekten, die ich gesehen habe, waren es nicht viele, die selbst eine sechsjährige Phase der Stille durchgehalten und das Team nicht einfach aufgelöst haben.
Habt ihr in euren Händen auch so ein altes Projekt, das euch irgendwann „aus dem Kopf gerutscht ist, weil ihr es ja selbst gekauft hattet“ – und bei dem das Wiederaufgreifen später eher Überraschung oder eher Enttäuschung gebracht hat?
@Dusk #dusk $DUSK
惊喜居多,闷头做技术的项目反而更让人放心
25%
失望居多,六年磨一剑在币圈基本等于错过窗口期
0%
说不准,得看接下来生态能不能真正跑起来
75%
4 Stimmen • Abstimmung beendet