BTC läuft ausnahmsweise besser als der S&P 500, aber eine starke Tagesperformance ist noch keine Trendwende
Zerlegen wir diese Meldung erst einmal: BTC ist am Montag um rund 2,6 % gestiegen und hat die Marke von 64.000 US-Dollar überschritten. Im gleichen Zeitraum fiel der S&P 500 um etwa 0,52 %. Laut einer Überprüfung der CoinBase-UTC-Tagesdaten betrug der Kursanstieg von BTC von Eröffnung bis Schluss etwa 2,62 %, während die FRED-Daten zur S&P-500-Schlusskursentwicklung einen Rückgang von rund 0,52 % zeigen. Das ist nicht nur „BTC steigt“, sondern eine Phase relativer Outperformance.
Aber ich werde das nicht einfach als Entkopplung oder Trendwende formulieren. Glassnode weist darauf hin, dass BTC in den vergangenen drei Monaten nur an etwa einem Drittel der Handelstage besser abgeschnitten hat als der S&P 500 – und zwar handelt es sich dabei sogar um die längste Phase relativer Schwäche der letzten sechs Jahre. Eine Outperformance an einem einzelnen Tag enthält zwar Informationen, reicht jedoch nicht aus, um die zuvor gültigen Basisraten zu überdecken. Zudem handelt BTC den ganzen Tag über, während der S&P 500 nach Börsenschluss in den USA betrachtet wird; die Zeitfenster beider Kennzahlen stimmen also nicht vollständig überein.
In der Praxis gilt: Wenn man sich mit Nachrichten über mehrere Anlageklassen befasst, legt man zuerst das Zeitfenster und die Definition des „Schlusskurses“ fest, betrachtet dann getrennt die absoluten Renditen von BTC, die absoluten Renditen des S&P 500 und die relativen Renditen sowie vergleicht die Performance über 1 Tag, 1 Monat und 3 Monate. Zusätzlich sollte man den Anteil der Handelstage analysieren, an denen BTC den Benchmark schlägt. Erst die Basisraten prüfen, dann die Schlagzeile für den einzelnen Tag – das ist in der Regel robuster, als den Schlussfolgerungen hinterherzulaufen, die auf „Mittelrückflüssen“ basieren.
Haftungsausschluss: Nur zur Informationsaufbereitung und zur logischen Rekonstruktion. Dies stellt keine Anlageberatung dar. Der Markt birgt Risiken; bitte informieren Sie sich selbst.
$BTC
Zerlegen wir diese Meldung erst einmal: BTC ist am Montag um rund 2,6 % gestiegen und hat die Marke von 64.000 US-Dollar überschritten. Im gleichen Zeitraum fiel der S&P 500 um etwa 0,52 %. Laut einer Überprüfung der CoinBase-UTC-Tagesdaten betrug der Kursanstieg von BTC von Eröffnung bis Schluss etwa 2,62 %, während die FRED-Daten zur S&P-500-Schlusskursentwicklung einen Rückgang von rund 0,52 % zeigen. Das ist nicht nur „BTC steigt“, sondern eine Phase relativer Outperformance.
Aber ich werde das nicht einfach als Entkopplung oder Trendwende formulieren. Glassnode weist darauf hin, dass BTC in den vergangenen drei Monaten nur an etwa einem Drittel der Handelstage besser abgeschnitten hat als der S&P 500 – und zwar handelt es sich dabei sogar um die längste Phase relativer Schwäche der letzten sechs Jahre. Eine Outperformance an einem einzelnen Tag enthält zwar Informationen, reicht jedoch nicht aus, um die zuvor gültigen Basisraten zu überdecken. Zudem handelt BTC den ganzen Tag über, während der S&P 500 nach Börsenschluss in den USA betrachtet wird; die Zeitfenster beider Kennzahlen stimmen also nicht vollständig überein.
In der Praxis gilt: Wenn man sich mit Nachrichten über mehrere Anlageklassen befasst, legt man zuerst das Zeitfenster und die Definition des „Schlusskurses“ fest, betrachtet dann getrennt die absoluten Renditen von BTC, die absoluten Renditen des S&P 500 und die relativen Renditen sowie vergleicht die Performance über 1 Tag, 1 Monat und 3 Monate. Zusätzlich sollte man den Anteil der Handelstage analysieren, an denen BTC den Benchmark schlägt. Erst die Basisraten prüfen, dann die Schlagzeile für den einzelnen Tag – das ist in der Regel robuster, als den Schlussfolgerungen hinterherzulaufen, die auf „Mittelrückflüssen“ basieren.
Haftungsausschluss: Nur zur Informationsaufbereitung und zur logischen Rekonstruktion. Dies stellt keine Anlageberatung dar. Der Markt birgt Risiken; bitte informieren Sie sich selbst.
$BTC
