Laut Sina Finance unter Berufung auf die russische Zeitung Kommersant prüft die russische Regierung möglicherweise ein Exportverbot für aromatische Kohlenwasserstoffprodukte, darunter Benzol, Phenol, Toluol und Xylol. Eine Arbeitsgruppe beriet das Thema Mitte August, doch es wurde keine konkrete Entscheidung getroffen, weil es Uneinigkeit über Benzol und Phenol gab. Die Ministerien werden vor weiteren Gesprächen Rückmeldungen von Marktteilnehmern einholen. Die Debatte fällt in eine Zeit, in der wegen Wartungsarbeiten an Raffinerien die Produktion aromatischer Kohlenwasserstoffe zurückgegangen ist, während die Kraftstoffproduktion den Verbrauch von Aromaten erhöht hat. Aromaten können als Beimischung zur Erhöhung der Oktanzahl von Benzin sowie als petrochemische Rohstoffe eingesetzt werden, während Raffinerien mehr naphthabasierte Komponenten auf die Kraftstoffproduktion umleiten können, statt sie an petrochemische Abnehmer zu verkaufen. Einige russische Raffinerien sind derzeit dazu berechtigt, Kraftstoffe der Euro-2- und Euro-3-Norm herzustellen, die möglicherweise mehr Aromaten enthalten als Euro-5-Benzin.
