Überschrift: Reuters: Binance übergab russischen Ermittlern später verwendete Nutzerdaten in einem Terrorfinanzierungsfall, der mit Spenden für die Ukraine zusammenhing Zusammenfassung: Reuters berichtete am 17. August, dass Binance russische Ermittler mit Ausweisdokumenten und Transaktionsunterlagen versorgt habe, die als Beweismittel in einer Terrorfinanzierungs-Ermittlung gegen den russischen IT-Spezialisten Yuri Belenkiy dienten. Die Akten – so heißt es, sie umfassten seine Adresse, Telefonnummer, sein Geburtsdatum, seinen Reisepass und eine bulgarische Aufenthaltsgenehmigung – wurden in einer vorläufigen Fallübersicht zitiert, die an den Generalstaatsanwalt in Russland gesandt worden sei, wie Reuters berichtete. Was Reuters herausfand – Russische Ermittler baten Binance um die Transaktionshistorie von Belenkiy; Dokumente, die Reuters geprüft hat, zeigen, dass Binance mit einer Datendatei antwortete, die Überweisungen an eine von dem im Exil lebenden Kreml-Kritiker Arkady Babchenko beworbene Wallet bestätigte. Babchenko hatte Wallet-Adressen veröffentlicht, um Geld für medizinische Ausrüstung für ukrainische Soldaten zu sammeln. – Ermittler behaupten, Belenkiy, 49, habe zwischen Januar 2023 und März 2024 mehr als 700 US-Dollar in Krypto-Spenden gesendet, darunter an eine Gruppe, zu der Russland Verbindungen sieht, die mit der Asow-Brigade in Verbindung steht (die Russland als terroristische Organisation bezeichnet; diese Einstufung wird nicht allgemein geteilt). – Der Ermittlungsausschuss nutzte Binance-Transaktionsdetails unter anderem als Grundlage, um Terrorfinanzierungsanklagen zu erheben. Belenkiy bleibt in Russland in Haft und wartet auf den Prozess; ein Datum wurde nicht angekündigt. Binances Antwort und operativer Kontext – Binance lehnte es ab, über die vertrauliche Anfrage oder den Einzelfall zu sprechen, und erklärte, es „kooperiere routinemäßig mit rechtmäßigen Auskunftsersuchen von Strafverfolgungsbehörden weltweit, vorbehaltlich der geltenden rechtlichen, Datenschutz- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen.“ – Eine offizielle Binance-Seite weist russische und belarussische Strafverfolgungsbehörden an, Anfragen an [email protected] zu senden. Reuters berichtete, dass russische Ermittler zwei Antworten von dieser Adresse erhalten hätten. – Binance sagte, es schaffe keine nationalen Gesetze oder entscheide über strafrechtliche Anklagen und dass diese Entscheidungen bei den zuständigen Behörden lägen. Rechtliche und Compliance-Fragen – Binance hatte im September 2023 angekündigt, Russland über einen Verkauf an CommEX zu verlassen; es erklärte, dass der Betrieb dort nicht mehr zu seiner Compliance-Strategie passe. CommEX stellte den Betrieb später ein, nachdem es das lokale Geschäft von Binance übernommen hatte. – Anwalt Mike Bystrov sagte Reuters, Binance habe keine Verpflichtung gehabt, Unterlagen herauszugeben, weil es Russland verlassen habe. Binance bestritt diese Auslegung, nannte jedoch nicht die rechtliche Grundlage, die die Offenlegung gerechtfertigt habe. – Belenkiy besitzt einen russischen Reisepass und eine bulgarische Aufenthaltsgenehmigung. Wenn sein Binance-Konto als EU-Ansässiger registriert gewesen sei, könnten EU-Datenschutzregeln (einschließlich DSGVO) strenge Schutzvorkehrungen für die Übertragung personenbezogener Daten nach Russland verlangen, das die EU nicht als angemessenes Schutzniveau für Daten betrachtet. Reuters konnte nicht verifizieren, wie Belenkiy sein Konto registriert hat oder welche Binance-Einheit die Anfrage bearbeitet hat. – Der Europäische Datenschutzausschuss lehnte es ab, sich zum Einzelfall zu äußern, und die bulgarische Datenschutzbehörde antwortete nicht auf Reuters. Keine Regulierungsbehörde oder kein Gericht hat in diesem Fall entschieden, dass Binance gegen EU-Recht verstoßen hat. Weiterreichende Implikationen – Die von Reuters geprüften Dokumente beziehen sich nur auf Belenkiy; es ist unklar, ob Binance identifizierende Informationen zu anderen Spendern bereitgestellt hat oder ob russische Behörden Exchange-Daten in verwandten Fällen genutzt haben. – Unternehmen können historische Aufzeichnungen aufbewahren und nach dem Verlassen eines Marktes rechtmäßigen Auskunftsersuchen nachkommen, aber die rechtliche Grundlage und die Grenzen dieser Zusammenarbeit sind zentrale Fragen in politisch sensiblen Strafverfolgungen. – Die Offenlegung verstärkt die Prüfung von Binances Compliance-Abläufen. Separat hat Binance-CEO Richard Teng Behauptungen zurückgewiesen, die Kontrollen gegen Sanktionen seien schwach gewesen, und gesagt, die Börse arbeite weltweit mit Strafverfolgungsbehörden zusammen. Was als Nächstes passiert – Belenkiy bleibt bis zum Prozess in Haft. Etwaige strafrechtliche Verfahren werden die Überweisungen und weitere Beweise untersuchen; eine separate Datenschutz- oder DSGVO-Anfrage würde erfordern, dass europäische Regulierungsbehörden feststellen, wo das Konto registriert war und welche Binance-Einheit die Daten kontrollierte. Mehr KI-generierte Nachrichten zu: undefined/news