Laut Jin10 erwartet Andrew Grantham, Ökonom bei CIBC Capital Markets, dass die Bank of Canada ihre aktuelle Zinspolitik beibehält, ohne hastig Änderungen vorzunehmen, nachdem der Bericht zum Juli zum Verbraucherpreisindex veröffentlicht wurde. Der Bericht zeigte, dass sich die Gesamtinflation auf 3,0% beschleunigte und damit die Erwartungen leicht übertraf. Treibend waren vor allem Energiepreise sowie Reisekosten im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft.

Trotz des Anstiegs der Inflation stellte Grantham fest, dass die Kerninflation – also ohne volatile Posten wie Energie und Reise – weiterhin relativ gedämpft blieb und bei etwa 2% lag. Das deutet darauf hin, dass die zugrunde liegenden Inflationsdruckkräfte noch moderat sind und die Bank möglicherweise lieber weitere Daten abwarten möchte, bevor sie ihre Haltung anpasst.

Der Juli-CPI-Bericht hat beim Bank of Canada bislang keine unmittelbare Besorgnis ausgelöst. Grantham zufolge ist es unwahrscheinlich, dass die politischen Entscheidungsträger allein auf Grundlage dieser Daten die Zinsschritte beschleunigen oder Zinssenkungen bzw. -erhöhungen vornehmen. Stattdessen wird erwartet, dass die Bank die Entwicklung der Inflation und die wirtschaftlichen Indikatoren weiter beobachtet, bevor sie nennenswerte Änderungen an der Geldpolitik vornimmt.

Diese Einschätzung passt zu dem vorsichtigen Ansatz, den die Bank of Canada in den vergangenen Monaten verfolgt hat: einerseits das Erfordernis, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, ohne das Wirtschaftswachstum abzuwürgen. Anleger und Märkte dürften weiterhin genau auf die anstehenden Konjunkturdaten achten, um die nächsten Schritte der Zentralbank einschätzen zu können. #BankOfCanada #InterestRates #Inflation