Laut Sina Finance unter Berufung auf Russlands Kommersant könnte Russland im September mit einer weiteren Runde von Kraftstoffknappheit konfrontiert sein, da mehrere große inländische Raffinerien sowie die Raffinerie Naftan in Belarus eine geplante Wartung durchlaufen.

Der Bericht besagte, dass die Benzintransporte von Belarus nach Russland per Bahn zwischen dem 20. Juli und dem 12. August auf 21.000 Tonnen zurückgegangen seien, nachdem es im Zeitraum vom 22. Juni bis zum 17. Juli noch 165.000 Tonnen waren. Auch die Diesellieferungen von Belarus nach Russland sanken in den gleichen Zeiträumen auf 8.500 Tonnen von 115.900 Tonnen.

Wartungsarbeiten in der Raffinerie Naftan könnten Verbraucher in Russlands Wolga-Region beeinträchtigen und die Menge an verfügbaren Lieferungen für Händler und unabhängige Tankstellen verringern. Geplante Wartungsarbeiten in russischen Raffinerien, einschließlich TAIF, dürften den Versorgungsdruck im September weiter erhöhen, während Raffinerieangriffe ein unvorhersehbares Risiko bleiben.

Der Bericht sagte, dass per Schiff transportierter Kraftstoff aus Indien den Rückgang der belarussischen Lieferungen teilweise ausgleichen könnte, doch die meisten dieser Kraftstoffmengen dürften an Tankstellen gehen, die von vertikal integrierten Ölkonzernen betrieben werden, statt an den Handelsmarkt. Laut im Bericht angeführten CDU-TEK-Daten waren die Einzelhandelspreise für AI-92- und AI-95-Benzin (Stand 12. August) um 7,4% seit Jahresbeginn gestiegen, während die Einzelhandelspreise für Diesel um 12,1% gestiegen waren.