Der Gründer von Amazon, Jeff Bezos, einer der reichsten Menschen der Welt, ist Mitinhaber eines der traditionsreichsten Fußballvereine der Welt geworden. Die Investorengruppe, an der er beteiligt ist, hat sich darauf verständigt, rund 33 % am englischen „Liverpool“ von der Fenway Sports Group zu kaufen. Der Deal bewertet den Premier-League-Club auf mehr als 7 Milliarden US-Dollar, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen berichtet.
Das Investorenkonsortium wird von Amit Bhatia angeführt — der Schwiegersohn des indischen Metallurgie-Magnaten Lakshmi Mittal. Bezos beteiligt sich an der Transaktion über die Investmentfirma K5 Global. Zu den Käufern gehören außerdem der Mitgründer von Facebook, Eduardo Severin, und seine Ehefrau Elaine. Nach Abschluss der Transaktion werden Bhatia, Elaine Severin und Baum in den Vorstand von „Liverpool“ einziehen, aber Bezos selbst wird keinen Sitz im Vorstand erhalten.
Die genaue Höhe der Einlage des Gründers von Amazon wird nicht offengelegt. Allerdings hatte das WSJ zuvor berichtet, dass von ihm die größte Einzahlung unter allen Mitgliedern des Konsortiums erwartet werde. Für Bezos ist es die erste Erfahrung mit dem Eigentum an einem professionellen Sportteam.
Die Fenway Sports Group, der auch der Baseballclub Boston Red Sox gehört, behält einen Mehrheitsanteil an „Liverpool“ und wird die operative Führung des Teams weiterhin übernehmen. In dem Unternehmen hieß es, der Verkauf des Anteils solle die langfristige Entwicklung von „Liverpool“ unterstützen.
Kontext
Die Transaktion sei ein weiteres Zeichen für das Interesse der wohlhabendsten Menschen der Welt an Top-Sportclubs, betont das WSJ. Am Vortag hatte sich ein Konsortium unter Leitung des ehemaligen Disney-CEO Bob Iger und des Venture-Investors Joshua Kushner darauf geeinigt, den Basketballclub Los Angeles Lakers für 12,5 Milliarden US-Dollar zu kaufen.
Der FC „Liverpool“ ist einer der erfolgreichsten Clubs Englands. In den letzten Jahren hat er hunderte Millionen Dollar in die Verstärkung des Kaders investiert. Die Mannschaft gewann in der Saison 2024/2025 die Premier League, belegte aber im Verlauf der vergangenen Saison nur den fünften Platz. Eine Bewertung von über 7 Milliarden US-Dollar macht den Club laut Forbes zu einem der teuersten Fußballvereine der Welt — Spitzenreiter bleibt der spanische „Real Madrid“ mit einer Bewertung von 9,5 Milliarden US-Dollar.ㅤ