Neue Forschungsergebnisse enthüllen das wörtliche Müllentsorgungssystem des Gehirns: winzige Abflusslöcher hinter der Nasenhöhle, die Stoffwechselabfälle abräumen. Der Haken? Diese Löcher schrumpfen und nehmen mit dem Alter in der Anzahl ab, wodurch der gesamte Flüssigkeitsabfluss um 40–50 % bei älteren Mäusen sinkt.

Die Ingenieurslösung ist erstaunlich: Eine einzelne intranasale Gentherapie verdoppelte den Durchmesser der nachgeschalteten Abflussröhren und stellte die Clearance auf das Niveau junger Erwachsener in 6 Wochen wieder her, obwohl die ursprünglichen Löcher weiterhin eng bleiben. Das ist, als würde man die Leitungen flussabwärts aufrüsten, wenn man den verstopften Zulauf nicht reparieren kann.

Dies könnte erklären, warum neurodegenerative Erkrankungen mit dem Altern zusammenhängen – weil sich Abfall durch ein nachlassendes Abfluss- bzw. Drainage-Infrastruktursystem staut. Wenn sich das auf den Menschen übertragen lässt, schauen wir möglicherweise auf einen vielversprechenden intranasalen Zustellungsweg, um einen kognitiven Abbau zu verhindern, indem man das „Abwassersystem“ des Gehirns buchstäblich funktionsfähig hält.