#USJulyCPI&PPIDueThisWeek
US-Juli CPI & PPI: Was die Daten zeigen (und was noch kommt)
Die Inflation war diese Woche die große Schlagzeile an der Wall Street: Zwei wichtige Berichte rahmten das Thema ein – der Juli-Consumer Price Index (CPI) liegt bereits vor, während der Producer Price Index (PPI) noch bevorsteht.
CPI: Schon da, und er fiel eher kühl aus
Das Bureau of Labor Statistics veröffentlichte am Mittwoch, dem 12. August, den Bericht zum Juli-CPI. Die Schlagzeileninflation stieg nur um 0,1% im Monatsvergleich und hielt damit die Jahresrate bei 3,4% – ein leichter Rückgang gegenüber den 3,5% im Juni. Der Kern-CPI, der Lebensmittel und Energie ausklammert, legte im Monat um 0,2% zu; die jährliche Kernrate verlangsamte sich auf 2,5%.
Beide Werte lagen exakt im Rahmen der Erwartungen von Wall Street. Das ist bedeutsam, weil es direkt auf einen schwachen Juli-Jobs-Report folgt, der einen Nettorückgang der Stellen zeigte und bereits Fragen aufgeworfen hatte, ob die Fed die Zinsen im September anheben müsse. Die übereinstimmende, moderate CPI-Lesart wird als ein weiterer Grund interpretiert, warum die Fed eher stabil bleiben sollte, statt die Zinsen zu erhöhen.
PPI: Steht noch aus, Veröffentlichung am Donnerstag
Der Producer Price Index – der die Inflation aus Sicht des Verkäufers misst und nicht aus der Sicht des Verbrauchers – ist für Donnerstag, den 14. August, zur Veröffentlichung angesetzt, zusammen mit den wöchentlichen Daten zu den Arbeitslosenanträgen. Ökonomen beobachten diese Veröffentlichung besonders genau, denn ein heißes PPI-Ergebnis kann ein frühes Signal dafür sein, dass anhaltender Druck auf die Verbraucherpreise noch durch die Lieferkette nachkommt.
Warum der Markt im Moment so stark darauf schaut
Vor dieser Woche hatten die Märkte eine reale Chance auf eine Zinserhöhung bei der September-Sitzung der Fed eingepreist. Das hat sich schnell geändert:
Der schwache Juli-Jobs-Report hat den Fokus von dem Inflationsrisiko hin zur Schwäche auf dem Arbeitsmarkt verschoben.
Energiepreisschwankungen, die mit Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen, haben die Schlagzeileninflationszahlen volatiler gemacht und schwerer vorhersehbar.
Nachdem der CPI nun im Rahmen der Erwartungen bestätigt ist, richtet sich der Blick vor allem auf den PPI-Bericht am Donnerstag sowie auf die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion am Freitag – um zu sehen, ob die Erzählung „keine Zinserhöhung nötig“ bis in die September-FOMC-Sitzung Bestand hat.
US-Juli CPI & PPI: Was die Daten zeigen (und was noch kommt)
Die Inflation war diese Woche die große Schlagzeile an der Wall Street: Zwei wichtige Berichte rahmten das Thema ein – der Juli-Consumer Price Index (CPI) liegt bereits vor, während der Producer Price Index (PPI) noch bevorsteht.
CPI: Schon da, und er fiel eher kühl aus
Das Bureau of Labor Statistics veröffentlichte am Mittwoch, dem 12. August, den Bericht zum Juli-CPI. Die Schlagzeileninflation stieg nur um 0,1% im Monatsvergleich und hielt damit die Jahresrate bei 3,4% – ein leichter Rückgang gegenüber den 3,5% im Juni. Der Kern-CPI, der Lebensmittel und Energie ausklammert, legte im Monat um 0,2% zu; die jährliche Kernrate verlangsamte sich auf 2,5%.
Beide Werte lagen exakt im Rahmen der Erwartungen von Wall Street. Das ist bedeutsam, weil es direkt auf einen schwachen Juli-Jobs-Report folgt, der einen Nettorückgang der Stellen zeigte und bereits Fragen aufgeworfen hatte, ob die Fed die Zinsen im September anheben müsse. Die übereinstimmende, moderate CPI-Lesart wird als ein weiterer Grund interpretiert, warum die Fed eher stabil bleiben sollte, statt die Zinsen zu erhöhen.
PPI: Steht noch aus, Veröffentlichung am Donnerstag
Der Producer Price Index – der die Inflation aus Sicht des Verkäufers misst und nicht aus der Sicht des Verbrauchers – ist für Donnerstag, den 14. August, zur Veröffentlichung angesetzt, zusammen mit den wöchentlichen Daten zu den Arbeitslosenanträgen. Ökonomen beobachten diese Veröffentlichung besonders genau, denn ein heißes PPI-Ergebnis kann ein frühes Signal dafür sein, dass anhaltender Druck auf die Verbraucherpreise noch durch die Lieferkette nachkommt.
Warum der Markt im Moment so stark darauf schaut
Vor dieser Woche hatten die Märkte eine reale Chance auf eine Zinserhöhung bei der September-Sitzung der Fed eingepreist. Das hat sich schnell geändert:
Der schwache Juli-Jobs-Report hat den Fokus von dem Inflationsrisiko hin zur Schwäche auf dem Arbeitsmarkt verschoben.
Energiepreisschwankungen, die mit Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen, haben die Schlagzeileninflationszahlen volatiler gemacht und schwerer vorhersehbar.
Nachdem der CPI nun im Rahmen der Erwartungen bestätigt ist, richtet sich der Blick vor allem auf den PPI-Bericht am Donnerstag sowie auf die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion am Freitag – um zu sehen, ob die Erzählung „keine Zinserhöhung nötig“ bis in die September-FOMC-Sitzung Bestand hat.