Wenn man oft in einer Crypto-Community abhängt, hat man sicher schon einmal die Abkürzung DYOR gesehen. Sie bedeutet: Do your own research – also: Recherchiere selbst, bevor du eine Entscheidung triffst.

Klingt zwar simpel, aber das ist einer der wichtigsten Ratschläge, die in der Krypto-Welt kursieren – immer wiederholt von Leuten, die schon lange in dieser Branche unterwegs sind.

Warum wird dieser Rat immer wieder betont? Weil sich in der Kryptoindustrie Informationen extrem schnell über soziale Medien verbreiten – und nicht alles ist genau oder gut gemeint. Es gibt Inhalte, die tatsächlich der ehrlichen Aufklärung dienen, aber es gibt auch solche, die gezielt übermäßigen Hype streuen, damit der Preis einer Coin schnell steigt und die Absender sie dann direkt weiterverkaufen, bevor der Rest es merkt.

Wenn du nur mitläufst, ohne zu verstehen, was du eigentlich kaufst, ist das Risiko deutlich höher als bei anderen, besser etablierten Investitionen.

Ein paar grundlegende Dinge, die du prüfen kannst, bevor du dich für ein Crypto-Projekt interessierst: Wer steht hinter dem Team, und sind deren Identitäten klar und anhand von nachvollziehbaren Ergebnissen bzw. einer Historie belegbar? Welches echte Problem versucht das Projekt tatsächlich zu lösen – oder macht es am Ende nur mit dem Trend mit, ohne klaren Zweck? Wie sieht die Token-Verteilung aus: ist sie angemessen oder sind die Token stark auf wenige Wallets konzentriert, die jederzeit in großem Stil verkaufen könnten? Gibt es eine glaubwürdige Sicherheitsprüfung (Security Audit) durch eine unabhängige Stelle – und nicht nur einseitige Behauptungen aus dem Projektteam?

Außerdem ist es wichtig, verschiedene Informationsquellen miteinander zu vergleichen – auch solche, die kritisch sind, und nicht nur Quellen, die den Inhalt in den Himmel loben. Eine kritische Perspektive hilft oft dabei, Risiken zu erkennen, die aus einer zu optimistischen Sichtweise nicht sichtbar sind.

#dyor heißt nicht, dass du zum technischen Experten für Blockchain oder Programmierung werden musst. Und auch nicht, dass du Hunderte Seiten technischer Dokumente lesen musst, bevor du irgendeine Entscheidung triffst.

Im Kleinen, #DYOR* bedeutet, dass du die Grundlagen eines Projekts verstehst, die Risiken kennst und kein Geld in etwas steckst, das du selbst eigentlich nicht wirklich verstanden hast, wie es funktioniert.

Einfache Gewohnheiten, die man direkt umsetzen kann: Plane fünf bis zehn Minuten ein, bevor du neue Coins kaufst, um kurz das Whitepaper zu lesen, die offizielle Projektseite zu prüfen und sich die Aktivitäten in den sozialen Medien anzusehen. Wenn du es in dieser Zeit immer noch nicht verstehst, was das Projekt eigentlich bietet, ist das bereits ein Zeichen, den Kauf vorerst zu verschieben.

So eine einfache Recherche braucht keine besonderen Fachkenntnisse, sondern nur die Bereitschaft, sich vor einer übereilten Entscheidung Zeit zu nehmen. Diese kleinen Gewohnheiten können, wenn man sie konsequent beibehält, dich davor bewahren, später viele Entscheidungen bereuen zu müssen.