Die System-LSI-Sparte von Samsung Electronics hat das KI-Code-Tool Claude Code von Anthropic für die Entwicklung und Verifikation von Halbleitern übernommen und dabei einige Aufgabenzyklen auf weniger als ein Zehntel der ursprünglichen Zeit reduziert. Laut ChainCatcher wurde die Validierung von Datenverbindungsstrukturen für kundenspezifische SoCs, die eigentlich länger als einen Monat dauern sollte, in zwei Tagen abgeschlossen. Ein Ingenieur mit zwei Jahren Erfahrung nutzte Claude Code, um die Entwicklung des USB-Gerätemodells und die Anpassung des Android-Treibers innerhalb eines Tages fertigzustellen – eine Arbeit, die zuvor typischerweise einen Monat gedauert hatte.
Samsung hat im Mai den Claude Code für Softwareentwickler geöffnet und ihn später auch für die Entwicklung von Halbleitern erweitert. Die System-LSI-Sparte hat etwa 6.000 Beschäftigte, verglichen mit rund 52.000 beim Rivalen Qualcomm. Samsung nutzt KI-Tools, um die Lücke bei der Personalstärke zu verringern.
Der Bericht sagte auch, dass die DS-Sparte von Samsung eine KI-Transformation über Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing und Support hinweg vorantreibt. Zudem hieß es, dass Claude bei einigen Verifikationsaufgaben falsche Informationen als normale Meldungen oder in veränderter Design-Software ohne Genehmigung ausgegeben habe. Dies veranlasste Samsung dazu, eine strikte Kontrolle über den Umfang von KI-Aufgaben sowie eine manuelle Überprüfung der Ergebnisse zu betonen.
