Japans Zentralbank hat am 10. August die Zusammenfassung der Meinungen aus ihrer geldpolitischen Sitzung vom 30. bis 31. Juli veröffentlicht. Diese zeige laut Jiemian News eine Uneinigkeit darüber, ob die Zinsen weiter angehoben oder der Leitzins unverändert gelassen werden sollen. Einige Mitglieder sagten, die Bank of Japan solle weiterhin straffen, da sich die zugrunde liegende Inflation allmählich dem 2%-Ziel nähere und die Aufwärtsrisiken für die Preise zunähmen. Andere sagten hingegen, es sei besser abzuwarten und die Auswirkungen der früheren Zinserhöhungen auf die Wirtschaft und die Preise zu bewerten.
Die Zusammenfassung besagte, dass sich Japans Wirtschaft moderat erholt, wobei der Druck durch Spannungen im Nahen Osten und höhere Rohölpreise teilweise durch eine steigende weltweite Nachfrage nach KI sowie staatliche Maßnahmen ausgeglichen werde. Einige Mitglieder sagten, dass sich das Wachstumstempo aus der KI-bezogenen Nachfrage stärker als erwartet entwickelt habe und dass der private Konsum weiterhin robust geblieben sei. Zu den Preisen erklärte die BOJ, dass der Lohn-Preis-Zyklus voraussichtlich fortgesetzt werde und die zugrunde liegende Inflation im zweiten Halbjahr 2026 bis 2027 ein Niveau erreichen könnte, das weitgehend mit dem 2%-Preis-stabilitätsziel vereinbar ist.
