Laut Yonhap hat das südkoreanische Ministerium für Meere und Fischerei eine Studie in Auftrag gegeben, um Strategien zur Förderung der Nutzung einer potenziellen Arktis-Schifffahrtsroute auszuarbeiten, die den Verkehr im Jahr 2030 bewältigen könnte. Das Projekt wird die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Route prüfen, unter anderem durch Befragungen von Schifffahrts- und Logistikunternehmen dazu, ob sie sie nutzen würden, und es wird außerdem Pläne für ein Logistiknetz untersuchen, das mit Häfen in Nordeuropa verknüpft ist. Das Ministerium erklärte, man wolle später in diesem Monat im Rahmen einer Pilotfahrt in vollem Umfang in die Route einsteigen; die Hin- und Rückfahrt zwischen Busan und Amsterdam werde voraussichtlich etwa 40 bis 45 Tage dauern. Südkorea plane, im Jahr 2030 eine regelmäßige Service-Route zu eröffnen und ab etwa 2035 große Containerschiffe einzusetzen. Die Arktis-Route gilt als Möglichkeit, die Entfernung zwischen Südkorea und Europa um etwa 35 % gegenüber der Suezkanal-Route zu verkürzen. Das Interesse sei gestiegen, unter anderem aufgrund des Klimawandels und Störungen im Nahen Osten, die die Schifffahrt im Roten Meer und in der Straße von Bab al-Mandab beeinträchtigt haben. Auch China habe großes Interesse gezeigt und im vergangenen Jahr 29 Mal Schiffe in dem Wasserweg eingesetzt.