Der Oberste Gerichtshof von Brasilien (Superior Court of Justice) lehnte den Antrag des Verdächtigen Luccas auf Freilassung ab und hielt ihn in Haft im Bundesstaat São Paulo. Das betrifft einen Fall mit großangelegtem Betrug gegen das Technologieunternehmen C&M Software. Laut ChainCatcher wird dem Verdächtigen vorgeworfen, unrechtmäßig auf das Clearing-System des Unternehmens zugegriffen und etwa 813 Millionen Reais gestohlen zu haben.

Ermittler sagten, die Gelder seien auf nahezu 300 gefälschte Bankkonten verteilt worden, um das Nachverfolgen zu erschweren. Anschließend seien sie von Reais in BTC und USDT über mehrere Blockchains hinweg umgewandelt worden, um die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern, was Geldwäsche darstellt. Der Hauptangriff habe im Juni 2025 stattgefunden, und die kriminelle Gruppe habe Berichten zufolge eine festgelegte Aufgabenteilung gehabt, einschließlich Übertragungsbeauftragter und Manager für Krypto-Assets. Zudem habe sie einen Mitarbeiter eines Unternehmens bestochen, um dabei zu helfen, ein Serverkennwort zu knacken.

Ein erstinstanzlicher Richter hatte bereits die Verhaftung des Verdächtigen sowie von etwa 20 weiteren Personen angeordnet, die angeblich an dem Fall beteiligt waren, und die Haftbefehle wurden Ende Oktober vollstreckt.