Analyse des US-Aktienmarkts: Der Nonfarm-Jobbericht enttäuscht deutlich, scharfer Rückgang wegen eskalierender Zinserhöhungserwartungen – der S&P 500 steht kurz vor einem erneuten Allzeithoch
Am Freitag stiegen die US-Aktien insgesamt deutlich. Der S&P 500 gewann 0,59 %, der Nasdaq 1,28 % und der Dow Jones 0,28 %.
In dieser Woche verzeichneten alle drei großen Indizes ihre größte Wochenzunahme seit Mitte April, und der S&P 500 durchbrach die seit mehreren Monaten andauernde Konsolidierungsrange.
Makro-News
Die Beschäftigung in den USA ging im Juli unerwartet um 23.000 Stellen zurück – weit weniger als erwartet (+80.000). Die Daten für Mai und Juni wurden zusammen um 103.000 nach unten revidiert. Der unerwartet schwache Arbeitsmarkt ließ die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September von 55 % auf 44 % abstürzen.
Die Rendite der US-Staatsanleihen mit 10 Jahren sprang von 4,68 % auf 4,65 % ab, während der US-Dollar-Index unter 99,5 fiel. Der Markt dreht sich rasant von „Inflationsangst“ zu „Wachstumsangst“.
Entwicklung der verschiedenen Asset-Klassen
Aktienmarkt: Technologiewerte führten die Rally an. Nvidia stieg um 1,6 %, Broadcom um 1,0 %. Der Software-Sektor wurde zum größten Gewinner: In zwei Wochen summierten sich die Gewinne auf 19 %, der stärkste Zwewochenanstieg seit April 2020.
Der Quartalsbericht von Atlassian übertraf die Erwartungen – der Kurs schoss um 35 % nach oben. Palantir stieg erneut um über 10 %. Finanzwerte kletterten bereits zum zehnten Mal in Folge und stellten damit die längste Siegesserie seit 1989 auf. Von den S&P-500-Unternehmen haben bereits 85,1 % die Erwartungen beim Ergebnis übertroffen – das Gewinnwachstum nähert sich einem atemberaubenden Niveau von 50 %.
Rohstoffe: Spot-Gold schoss am Freitag um 2,3 % auf 4.336 US-Dollar je Unze. In dieser Woche legte es insgesamt um mehr als 7 % zu – das beste Ergebnis seit sieben Monaten. Intraday wurde zeitweise sogar die Marke von 4.350 US-Dollar durchbrochen.
Gold hat nahezu alle Rückenwinde: fallende Renditen, schwächerer Dollar, nachlassende Erwartungen an Zinserhöhungen und anhaltende geopolitische Risiken. Öl hingegen steht unter Druck, weil die Erwartung an Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zunimmt – WTI-Rohöl notierte bei rund 77,5 US-Dollar pro Barrel.
Devisen- und Anleihemarkt: Der US-Dollar-Index fiel um 0,47 % auf 99,47, der Yen wertete deutlich auf. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen schloss bei 4,65 %, die der 2-jährigen fiel auf 4,20 %. Die Marktpreisbildung wechselt rasch von „Zinserhöhung“ hin zu „Zinssenkungs“-Erwartungen.
Die Nonfarm-Daten lieferten die Grundlage dafür, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen vorerst unverändert lassen dürfte. Doch die Richtung der globalen Assets wird in der nächsten Woche von den CPI-Daten und dem Fortschritt bei den Iran-Verhandlungen abhängen.
Vor dem Hintergrund einer schwächeren Beschäftigung bei gleichzeitig noch hoher Inflation reagiert der Markt äußerst sensibel auf jede makroökonomische Veröffentlichung. Händler sollten sich auf die marginalen Veränderungen der realen Zinsen konzentrieren – das ist die zentrale Variable für den mittelfristigen Ausblick von Gold und risikobehafteten Assets.
#布伦特原油上涨3.8% #黄金突破1月下行趋势线 #美元有望创两周最佳单日表现 $CL $XAU $XAG
Am Freitag stiegen die US-Aktien insgesamt deutlich. Der S&P 500 gewann 0,59 %, der Nasdaq 1,28 % und der Dow Jones 0,28 %.
In dieser Woche verzeichneten alle drei großen Indizes ihre größte Wochenzunahme seit Mitte April, und der S&P 500 durchbrach die seit mehreren Monaten andauernde Konsolidierungsrange.
Makro-News
Die Beschäftigung in den USA ging im Juli unerwartet um 23.000 Stellen zurück – weit weniger als erwartet (+80.000). Die Daten für Mai und Juni wurden zusammen um 103.000 nach unten revidiert. Der unerwartet schwache Arbeitsmarkt ließ die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September von 55 % auf 44 % abstürzen.
Die Rendite der US-Staatsanleihen mit 10 Jahren sprang von 4,68 % auf 4,65 % ab, während der US-Dollar-Index unter 99,5 fiel. Der Markt dreht sich rasant von „Inflationsangst“ zu „Wachstumsangst“.
Entwicklung der verschiedenen Asset-Klassen
Aktienmarkt: Technologiewerte führten die Rally an. Nvidia stieg um 1,6 %, Broadcom um 1,0 %. Der Software-Sektor wurde zum größten Gewinner: In zwei Wochen summierten sich die Gewinne auf 19 %, der stärkste Zwewochenanstieg seit April 2020.
Der Quartalsbericht von Atlassian übertraf die Erwartungen – der Kurs schoss um 35 % nach oben. Palantir stieg erneut um über 10 %. Finanzwerte kletterten bereits zum zehnten Mal in Folge und stellten damit die längste Siegesserie seit 1989 auf. Von den S&P-500-Unternehmen haben bereits 85,1 % die Erwartungen beim Ergebnis übertroffen – das Gewinnwachstum nähert sich einem atemberaubenden Niveau von 50 %.
Rohstoffe: Spot-Gold schoss am Freitag um 2,3 % auf 4.336 US-Dollar je Unze. In dieser Woche legte es insgesamt um mehr als 7 % zu – das beste Ergebnis seit sieben Monaten. Intraday wurde zeitweise sogar die Marke von 4.350 US-Dollar durchbrochen.
Gold hat nahezu alle Rückenwinde: fallende Renditen, schwächerer Dollar, nachlassende Erwartungen an Zinserhöhungen und anhaltende geopolitische Risiken. Öl hingegen steht unter Druck, weil die Erwartung an Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zunimmt – WTI-Rohöl notierte bei rund 77,5 US-Dollar pro Barrel.
Devisen- und Anleihemarkt: Der US-Dollar-Index fiel um 0,47 % auf 99,47, der Yen wertete deutlich auf. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen schloss bei 4,65 %, die der 2-jährigen fiel auf 4,20 %. Die Marktpreisbildung wechselt rasch von „Zinserhöhung“ hin zu „Zinssenkungs“-Erwartungen.
Die Nonfarm-Daten lieferten die Grundlage dafür, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen vorerst unverändert lassen dürfte. Doch die Richtung der globalen Assets wird in der nächsten Woche von den CPI-Daten und dem Fortschritt bei den Iran-Verhandlungen abhängen.
Vor dem Hintergrund einer schwächeren Beschäftigung bei gleichzeitig noch hoher Inflation reagiert der Markt äußerst sensibel auf jede makroökonomische Veröffentlichung. Händler sollten sich auf die marginalen Veränderungen der realen Zinsen konzentrieren – das ist die zentrale Variable für den mittelfristigen Ausblick von Gold und risikobehafteten Assets.
#布伦特原油上涨3.8% #黄金突破1月下行趋势线 #美元有望创两周最佳单日表现 $CL $XAU $XAG
