Laut Sina Finance sagte Isfar Munir, Leiter der PNC-Rate-Research, dass Japans Finanzministerium höchstwahrscheinlich keine US-Treasuries mit Zwischenlaufzeit verkaufen werde, selbst wenn es zur Finanzierung von Devisenmarktinterventionen Mittel benötigt. Daher dürfte der Effekt auf die Renditen langfristiger Treasuries begrenzt sein. Er schrieb, dass selbst wenn Interventionen früher oder später auch die Renditen länger laufender Laufzeiten über einen Marktwahrnehmungs-Kanal beeinflussen würden, es wahrscheinlich erforderlich wäre, dass die Märkte die Intervention als Zeichen einer verringerten Treasury-Nachfrage über einen längeren Zeitraum interpretieren.

Munir sagte, dass ein solches Ergebnis zwar möglich sei, es sich dabei jedoch eher um ein sogenanntes Tail-Risiko handelt, weil Devisenmarktinterventionen vorübergehend sind und es unwahrscheinlich ist, dass sie dem Markt viel darüber vermittelt, wie das Finanzministerium Japans langfristig Treasury-Assets nachfragt. Er fügte hinzu, dass ein wahrscheinlicherer Kanal, um langfristige Treasuries zu beeinflussen, darin bestünde, dass Japans derzeitige finanzpolitische Sorgen in eine globale Erzählung über eine fiskalische Expansion übergreifen; dafür würde jedoch noch mehr Zeit und Evidenz benötigt, um zu zeigen, dass das globale Emissionsvolumen für Staatsanleihen die Marktnachfrage bei den aktuellen Renditen überholt.

Er sagte auch, Japan könne eine Art quasi-Kapitalverkehrskontrollmaßnahmen einführen, die inländische Manager für festverzinsliche Anlagen dazu drängen würden, ihre Auslandsbestände zu reduzieren und japanische Staatsanleihen zu kaufen, was weitreichende Auswirkungen auf die gesamte US-Treasury-Zinskurve haben könnte.