Die Fed erwägt, die Forward Guidance und die „Dots“ ganz fallen zu lassen. Die Wall-Street-Konsensmeinung hat jahrelang wortwörtlich „Inflation zurück auf das Ziel in 18-24 Monaten“ nachgeplappert – passend, selbstverständlich, zu dem, was die Dots sagen.

Was passiert, wenn die Stützräder weg sind?

Mein Fazit: nicht viel. Top-Ökonomen werden weiterherden. Sie werden sich einfach auf etwas anderes festnageln – auf die Marktbepreisung, historische Durchschnittswerte oder irgendetwas, das ihnen hilft, beim Konsens zu bleiben. Die Dots waren nie prognostisch. Sie waren nur ein Fixpunkt für Gruppendenken.

An den Märkten könnte es kurzfristig unruhiger werden, wenn Trader ihren liebgewonnenen Leitfaden verlieren. Aber Positionierung und Flüsse sind weitaus wichtiger als die Dots je waren. Wenn überhaupt, zwingt das Entfernen des Fed-Kristallballs die Menschen dazu, das zu handeln, was tatsächlich passiert, statt das, was Powell für 2026 wahrscheinlich macht.

Die größere Frage: Will die Fed diese Kontrolle aufgeben? Forward Guidance ist ein politisches Instrument. Wenn man es fallen lässt, signalisiert das entweder Demut (wir wissen es nicht) oder eine Hinwendung zu einem reaktiven Modus. Wie auch immer: Ich bin nicht überzeugt, dass sich dadurch viel ändert. Die Märkte finden einen neuen Anker, und die Ökonomen werden weiterhin auf derselben Zeitschiene danebenliegen.