Laut Jin10 sagte Samantha Dart, Co-Head für globale Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, dass Europa vor dem Winter mit zwei Risiken konfrontiert ist: Lieferengpässen bei Diesel sowie bei Erdgas. Sie hielt ihre Prognose für TTF-Erdgas, das im Rest des dritten Quartals 60 Euro pro Megawattstunde erreichen soll, bei, obwohl der Richtwert für europäische Gas-Futures-Kontrakte in dieser Woche um 7% auf etwa 54 Euro pro Megawattstunde gefallen ist. Die europäischen Gasspeicher liegen derzeit bei etwa 57,87% und damit rund 18 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert für 2009 bis 2025. LNG-Importe nach Nordwesteuropa im Juli lagen unter den Erwartungen; dadurch lag der Füllstand zum Monatsende bei rund 43% und der Nachfüll- bzw. Auffülldruck vor dem Winter steigt. Dart sagte, dass die TTF-Gaspreise im Dezember auf über 100 Euro pro Megawattstunde steigen könnten, falls die Energieexporte aus dem Nahen Osten sich nur langsam erholen, oder auf etwa 40 Euro fallen könnten, wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder reibungslos aufgenommen wird.
