Der Hersteller von Krypto-Hardware-Wallets, Coldcard, hat seine Richtlinie zur Aufbewahrung von Kundendaten nach einem am 30. Juli bekannt gewordenen Sicherheitsvorfall aktualisiert, der rechtliche und Compliance-Anforderungen ausgelöst hat. Laut Foresight News hat das Unternehmen den automatischen Prozess zur Löschung von Kundendaten vorübergehend ausgesetzt.

Coldcard erklärte, dass es seine übliche Vorgehensweise sei, Kundendaten automatisch nach 120 Tagen zu löschen und dabei nur die E-Mail-Adressen der Nutzer sowie die Länderinformationen beizubehalten. Außerdem habe es Kunden ermöglicht, eine frühzeitige Löschung ihrer Daten nach der Produktlieferung anzufordern.

Das Unternehmen erklärte, dass der Sicherheitsvorfall laufende und potenzielle rechtliche Verfahren betrifft und dadurch eine Verpflichtung zur Aufbewahrung von Aufzeichnungen entsteht, die für eine Streitigkeit relevant sein könnten. Daher werden Kundendaten, die normalerweise planmäßig gelöscht würden, vorübergehend aufbewahrt, bis die rechtlichen Bedingungen es dem Unternehmen ermöglichen, seinen üblichen Prozess wieder aufzunehmen. Nutzer können Coldcard weiterhin bitten, personenbezogene Informationen gemäß seiner ursprünglichen Datenschutzaufbewahrungsrichtlinie zu handhaben.