$LLY Der Kern dieses Quartalsberichts für Q2 bleibt weiterhin die Absatz- bzw. Auslieferungsdynamik von Tirzepatid. Auf der Preisseite besteht zwar ein gewisser Druck, doch das Absatzwachstum ist schnell genug – insbesondere leistet der Auslandsmarkt inzwischen einen deutlich höheren Beitrag zum Wachstum. Daher hat Eli Lilly seine Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben.

Zuerst die Kerndaten
Der Umsatz in diesem Quartal beträgt 229,74 Mrd. USD, im Vergleich zum Vorjahr +48 %. Der GAAP-Reingewinn liegt bei 70,95 Mrd. USD, ebenfalls +25 %; das GAAP-EPS beträgt 7,94 USD, +26 %. Das Non-GAAP-EPS liegt bei 8,38 USD, +33 %. Zu beachten ist: Das EPS in diesem Quartal enthält 3,03 USD pro Aktie für bereits gekaufte F&E-Aufwendungen. Dadurch werden die Ausgaben für die Geschäftsentwicklung in der laufenden Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleichszeitraum entsprechend niedriger ausgewiesen, was die Darstellung der Ergebnisentwicklung beeinflusst.
Tirzepatid bleibt der wichtigste Wachstumstreiber
Mounjaro erzielte im Quartal Einnahmen von 9,943 Milliarden US-Dollar, im Jahresvergleich +91%; Zepbound erzielte 4,928 Milliarden US-Dollar, im Jahresvergleich +46%. Zusammen erreichen die beiden Tirzepatid-Produkte Einnahmen von 14,871 Milliarden US-Dollar. Diese beiden Produkte machen etwa zwei Drittel des Quartalsumsatzes von Eli Lilly aus. Diabetes- und Abnehm-Nachfrage treiben weiterhin das Wachstum, gleichzeitig steigt aber die Geschäftskonzentration weiter.
Das Umsatzwachstum gleicht den Preisdruck ab
Eli Lillys globaler Absatz im laufenden Quartal steigt im Jahresvergleich um 60%, während der erzielte Preis um 13% im Jahresvergleich sinkt. Die US-Einnahmen steigen um 33%, hauptsächlich getrieben durch ein Absatzwachstum von 37%. Die Einnahmen außerhalb der USA wachsen um 80%, der Absatz steigt dabei um 113%, jedoch sinkt der Preis um 36%. Der Preisdruck im Ausland hängt vor allem mit der Preisgestaltung zusammen, nachdem Mounjaro in China in die Krankenversicherungs-Erstattungsliste aufgenommen wurde. Das bedeutet: Die Internationalisierung wird zwar zusätzliche Umsätze bringen, aber auch zu deutlich sichtbaren Preisnachlässen führen.
Die Gewinnmarge ist weiterhin sehr hoch, aber die F&E-Investitionen werden nicht zurückgefahren
Die GAAP-Bruttomarge im laufenden Quartal beträgt 85,8% und liegt damit 1,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die F&E-Kosten belaufen sich auf 3,819 Milliarden US-Dollar, im Jahresvergleich +14%; Vertriebs- und Verwaltungskosten liegen bei 3,430 Milliarden US-Dollar, im Jahresvergleich +25%. Eli Lilly profitiert einerseits von den Skaleneffekten durch Tirzepatid, investiert aber andererseits weiterhin in die nächste Generation von Abnehm-Medikamenten, in Produktionskapazitäten und in externe Pipeline. Das ist auch der Grund, warum das Unternehmen den Gewinn des Quartals nicht vollständig als statischen Gewinn ausschüttet.
Die Prognose für das Gesamtjahr wird weiter angehoben
Das Unternehmen hebt die Umsatzprognose für 2026 von 82–85 Milliarden US-Dollar auf 85–87 Milliarden US-Dollar an. Die Prognose zur Non-GAAP-Operating-Profit-Marge steigt auf 49,0%–50,5%. Die Non-GAAP-EPS-Prognose wird auf 35,50–36,50 US-Dollar aktualisiert. Auf den ersten Blick sinkt die Obergrenze der Spanne, doch das Unternehmen erklärt, dass das mittlere Ergebnis um 2,78 US-Dollar steigt—bedingt durch den Ausblick aus dem Kerngeschäft—während die in diesem Quartal angefallenen Aktivitäten zur Entwicklung von 3,03 US-Dollar an bereits erworbenen F&E-Aufwendungen die Wirkung ausgleichen.
Es gibt noch Punkte, die weiter verifiziert werden müssen
Am wichtigsten, was es im Weiteren zu beobachten gilt: wie sich die Absatzwachstumsrate von Tirzepatid bei einer hohen Vergleichsbasis entwickelt, ob der Preisdruck im Ausland sich ausweitet, und ob das Abnehm-Medikament der nächsten Generation Retatrutide die Produktlaufzeit weiter verlängern kann. Die Fundamentaldaten sind derzeit weiterhin stark, aber der Markt wird nicht nur auf die GLP-1-Nachfrage schauen—sondern zunehmend auch auf Kapazitäten, Wettbewerber und das Preissystem.
In einem Satz: Eli Lillys Q2 wächst weiterhin stark, angetrieben von Tirzepatid, und der Mengenanstieg gleicht einen Teil des Preisdrucks aus; auch die Jahresumsatzprognose wurde erneut angehoben. Im Anschluss liegt der Fokus auf den Preisen im Ausland, der Produktkonzentration und der Fähigkeit, die nächste Generation von Abnehm-Medikamenten als Nachfolger erfolgreich nachzuliefern.

Folgt mir—ich werde danach die wichtigsten Quartalsberichte von Unternehmen in Hongkong und den USA kontinuierlich aktualisieren und in einer Grafik verständlich machen.
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