Gold stieg am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Ende Juni. Ausschlaggebend waren schwächere als erwartete Beschäftigungsdaten sowie die Erwartung, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnte. Laut Sina Finance kletterte der Spotgold-Preis zeitweise auf 4.295 US-Dollar je Unze, gab die Gewinne jedoch anschließend wieder ab. Der Abrechnungspreis vom Donnerstag lag bei etwa 4.268 US-Dollar je Unze.

Gold-Futures wurden zuletzt bei 4.329 US-Dollar je Unze gehandelt. Das Metall stieg zum vierten Sitzungsabschnitt in Folge und pendelte nahe einem Sieben-Wochen-Hoch. ADP teilte am Mittwoch mit, dass die Neueinstellungen im privaten Sektor im Juli deutlich verlangsamten, wobei der größte Teil des Stellenwachstums aus dem Gesundheitswesen kam.

Der schwächere ADP-Bericht verringerte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September durch die US-Notenbank Federal Reserve, was Gold stützte, einen zinslosen Vermögenswert. Gold lag nach wie vor etwa 20% unter dem Rekordhoch, das zu Beginn von 2026 verzeichnet wurde.

Der Dollarindex pendelte nahe einem Sechs-Wochen-Tief von etwa 99,78, nachdem ein moderat schwächerer US-Dollar durch eine gemeinsame US-Japan-Intervention im Yen in der vergangenen Woche gestützt worden war. Berichten zufolge verkaufte Tokio nahezu 60 Milliarden US-Dollar in US-Staatsanleihen, um seine schwache Währung zu stützen, und der Kauf von Yen durch die USA wurde durch den Verkauf von Euro finanziert.

Laut Sina Finance profitierte Gold außerdem von einer Entspannung der Lage im Nahen Osten, da die Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus an Fahrt gewannen. Iran erklärte am Mittwoch, dass eine Vereinbarung mit Oman zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße kurz vor dem Abschluss stehe.

Trotz der jüngsten Erholung blieb Gold mehr als 20% unter dem um Ende Januar festgelegten Allzeithoch von 5.589 US-Dollar je Unze.