SpaceX ist so abgestürzt—kann man jetzt kaufen?

Kurz die Antwort:

Ich kaufe jetzt noch nicht unbedingt.

Nicht, weil SpaceX schlecht wäre.

Im Gegenteil: Der erste Quartalsbericht ist gar nicht schlecht:
Q2-Umsatz 7,8 Milliarden US-Dollar—über den erwarteten 6,9 Milliarden;
adjustiertes EBITDA etwa 3,5 Milliarden US-Dollar, im Jahresvergleich nahezu verdoppelt.

Die Logik des Unternehmens ist vorerst intakt.

Aber ob die Aktie jetzt gut zu kaufen ist, ist eine andere Frage.

Am 6. August könnten bis zu etwa 91 Millionen Aktien entsperrt werden.

In so einem Moment würde ich lieber ein bisschen verpassen, als den Early Investors zu früh die „Abnehmerrolle“ zu ersetzen.

Was ich eigentlich sehen will, ist Folgendes:

Wenn die Entsperrung wirklich kommt,
und viele Aktien verkauft werden können,

—und der Kurs trotzdem nicht nach unten wegbricht.

Das würde bedeuten: Unten gibt es wirklich Käufer.

Also ganz simpel meine Denkweise:

Guter Bericht → langfristig verbessert sich das Fundament.

91 Millionen Aktien entsperrt → kurzfristig bin ich eher vorsichtig.

Wenn nach der Entsperrung das Volumen steigt und der Kurs fällt:
weiter abwarten.

Wenn der Kurs fällt und sich dann schnell wieder zurückholt:
dann beginne ich, genauer hinzuschauen.

Wenn der Entsperrungsdruck so groß ist und der Kurs trotzdem nicht weiter nach unten will,
ist dieses Signal für mich sogar das, was ich am liebsten sehe.

Viele schauen beim „Dipp-Kaufen“ nur auf einen Satz:

„Schon sehr viel gefallen.“

Ich möchte lieber einen anderen Satz sehen:

„So viele wollen verkaufen—warum fällt der Kurs trotzdem nicht weiter?“

Unternehmen gut ≠ jetzt ist es automatisch ein guter Kaufpunkt.

Lass die Verkäufer zuerst verkaufen.

Ich mache nicht den ersten Schnitt.

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