Als der Bericht über die zweitgrößte Bank Italiens zu den Beständen im zweiten Quartal veröffentlicht wurde, ging bei den BTC-Gläubigen der Blutdruck sofort durch die Decke: Bitcoin-ETFs wurden um 94% gekürzt, fast komplett leerverkauft; Call-Optionen wurden um 99% gekappt, und stattdessen hat man noch eine ganze Menge Put-Optionen hinzugekauft. Das Verrückteste ist — im Anschluss hat die Bank die ETH-ETFs um das Dreifache hochgefahren. So kennst du Banken: solide, vorsichtig, unverändert. In echt: Sektorrotation wilder als bei Kleinanlegern.
Komm, zu den Zahlen. Bis zum 30. Juni hat diese Bank ihre IBIT-Bestände (BlackRock Bitcoin-ETF) von 646.000 Aktien auf nur noch 40.700 Aktien gekürzt; der Marktwert schrumpfte auf 1,36 Millionen US-Dollar. Auf der Optionsseite ist man alles komplett losgeworden und hat außerdem Put-Optionen auf 500.000 Aktien hinzugefügt — übersetzt in normalen Menschenverstand: Man hat nicht vor, zu kaufen, sondern kauft sich Absicherung, um zuzuschauen. Auf der anderen Seite hat BlackRocks ETHB (gestaketes Ethereum-ETF) von 3,15 Millionen US-Dollar kontinuierlich auf 7,10 Millionen US-Dollar aufgestockt — also das Dreifache.
Am lustigsten ist die Zeitleiste. Im Januar 2025 ist der CEO höchstpersönlich losgegangen und hat 11 Bitcoins gekauft, mit den Worten: „ein Experiment“. Eineinhalb Jahre später steht das Ergebnis fest: Bitcoin, minus 94%, Experiment beendet. Und ETH? Weiter so. Das sollte doch digitales Gold sein – wie kommt es, dass das Experiment es rausgeworfen hat?
Nicht gleich drauflos über die Bank schimpfen—erst mal ihre Logik anschauen. Erstens: ETHB bietet Erträge aus Staking, Banken lieben „Vermögenswerte, die man halten kann und die dann noch Zinsen abwerfen“—das ist Cashflow-Denken. Zweitens: Im zweiten Quartal ist ETH um 25% gefallen, schlimmer als BTC mit -14%, aber sie haben trotzdem nachgekauft. Das zeigt: Man wettet auf die Story danach—vollständige Freigabe des ETF-Stakings, Erwartungen an ein Upgrade. Je heftiger der Rücksetzer, desto „günstiger“ wird’s also. Drittens: Sie haben nebenbei Coinbase um 32%, Robinhood um 43% und Tesla um 92% reduziert—aber BitGo nahezu verdoppelt aufgestockt. Außerdem haben sie eine neue SpaceX-Position im Wert von 966 Millionen US-Dollar aufgebaut. Verstanden? Das Umschichten von Institutionen ist nie Kopflosigkeit, sondern ein klarer Plan: Kryptohandelsplattformen weniger gewichten, Krypto-Infrastruktur und Staking-Erträge stärker gewichten.
Noch eine Randnotiz: Im gesamten zweiten Quartal gab es bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 4,89 Milliarden US-Dollar; allein IBIT hat davon 2,95 Milliarden „abgefahren“. Altes Geld lässt seine Füße wählen—und zwar ganz offensichtlich: Die Narrative von BTC als „digitales Gold“ ist inzwischen bereits weitgehend in den Kurs eingepreist, bei ETH fehlt der Fantasie noch etwas Zündstoff.
Also stellt sich die Frage: Wenn Banken BTC und ETH kürzen—ist das kluges Geld als Vorabhinweis auf einen Wechsel der Sektoren, oder haben die alten europäischen Player sich einfach von den Staking-Erträgen „ködern“ lassen? Glaubst du, dass ETH mit dieser Welle mithalten kann? Auf welcher Seite steht deine Position? Schreib’s in die Kommentare—nicht nur zugucken 👇