Viele Trader sind besessen davon, den perfekten Einstieg zu finden, aber sie ignorieren, wo sie tatsächlich einsteigen.

Ich kaufe/Verkaufe, weil

Ein Candlestick-Muster erscheint

Ein Indikator gibt ein Kaufsignal

Ein Ausbruch passiert

Und sie gehen in den Trade, ohne eine wichtige Frage zu stellen:

Kaufe ich zu einem guten Preis?

Wo du in einen Trade einsteigst, ist genauso wichtig wie der Grund, warum du ihn eingehst — und das werden wir in diesem Artikel lernen.

Zuerst kommt die Bias im höheren Zeitrahmen

Bevor du überhaupt darüber nachdenkst, Premium- oder Discount-Zonen zu berücksichtigen, musst du die Marktrichtung kennen.

Zoom raus und schau auf den höheren Timeframe.

Frag dich selbst:

Ist der Markt bullisch?

Ist der Markt bärisch?

Das nennt man deinen Bias für den höheren Timeframe.

Dein Bias kommt immer zuerst.

Sobald du die Richtung kennst, in die du traden willst, suchst du nach dem besten Bereich für einen Einstieg. Genau dort werden Premium- und Discounted-Zonen nützlich.

Discounted Zone (Rabatt-Zone)

Wenn dein Bias bullisch ist, dann ist das der Bereich, in dem du nach Kaufmöglichkeiten schauen willst.

Eine rabattierte Zone bedeutet einfach, dass der Preis in einem relativ günstigen Bereich innerhalb seiner aktuellen Spanne gehandelt wird.

Kaufen hier bringt dir mehrere Vorteile:

  • Dein Risiko ist kleiner, weil dein Stop-Loss relativ eng bleiben kann.

  • Dein potenzielles Reward ist viel größer, weil der Kurs mehr Spielraum hat, um höher zu steigen.

  • Du tradest dort, wo das Chance-Risiko-Verhältnis dir in die Karten spielt.

Denk daran wie beim Einkaufen.

Wenn dein Lieblingsartikel im Angebot ist, würdest du ihn lieber zum reduzierten Preis kaufen, statt später den vollen Preis zu zahlen.

Trading funktioniert genauso.

Live-Chart-Beispiel

Kaufen in einer rabattierten Zone garantiert keinen Gewinn-Trade, aber es gibt dir über lange Sicht viel bessere Chancen.

Premium-Zone

Jetzt schauen wir uns das Gegenteil an.

Wenn der Kurs bereits in der Premium-Zone ist und du dich entscheidest zu kaufen, steigst du in einem teuren Bereich ein.

Dadurch entstehen mehrere Probleme:

  • Es bleibt weniger Spielraum, damit der Kurs weiter nach oben steigt.

  • Dein Stop-Loss muss normalerweise breiter sein.

  • Dein potenzielles Reward wird kleiner.

  • Die Wahrscheinlichkeit für einen Pullback oder eine Trendwende steigt.

Deshalb finden viele Trader, dass der Markt direkt nach dem Kauf immer fällt.

Meistens kaufen sie nicht, weil der Trend falsch ist.

Sie kaufen, weil sie an der falschen Stelle eingestiegen sind.

Wenn dein Bias jedoch bärisch ist, ist die Premium-Zone genau der Bereich, in dem du mit der Suche nach Short-Möglichkeiten beginnen willst, weil du von einem teuren Bereich aus verkaufst.

Live-Chart-Beispiel

Die No-Trade-Zone

Manchmal steht der Kurs genau in der Mitte.

Es ist nicht billig.

Es ist nicht teuer.

Es ist einfach dazwischen.

Dies ist die No-Trade-Zone.

Viele Trader haben das Gefühl, dass sie immer in einem Trade sein müssen, also erzwingen sie hier Entries aus Langeweile oder FOMO.

Aber professionelle Trader verstehen etwas Wichtiges:

Nicht zu traden ist auch eine Trading-Entscheidung.

Wenn es keinen klaren Vorteil gibt, ist der beste Trade oft überhaupt kein Trade.

Auf den Moment zu warten, in dem der Kurs eine Premium- oder Rabatt-Zone erreicht, kann sich langweilig anfühlen, aber Geduld schützt dein Kapital und hält dich aus Low-Quality-Setups heraus.

Das war's. Lern weiter..!