Chinas Schweinepreise sind im späten Juli gefallen, da das Angebot reichlich blieb und die Nachfrage schwach war. Der Referenzpreis für lebende Schweine lag bei 10,4 Yuan pro Kilogramm, 5,5% niedriger als Mitte Juli, wie Jiemian News berichtete. Das Nationale Statistikamt sagte, die Preise für lebende Schweine im Kreislaufsektor Chinas im späten Juli seien ebenfalls von Mitte Juli aus zurückgegangen.
Das Landwirtschafts- und Ministerium für ländliche Angelegenheiten erklärte, der nationale Preis für lebende Schweine habe sich in der Woche vom 27. Juli bis 2. August im Durchschnitt auf 11,22 Yuan pro Kilogramm belaufen, 2,0% weniger als in der Vorwoche. Derweil wurde Schweinefleisch in den landwirtschaftlichen Märkten mit 20,90 Yuan pro Kilogramm gehandelt, 0,3% weniger. Großhandels-Schweinefleisch lag im Durchschnitt bei 15,81 Yuan pro Kilogramm, 0,8% unter dem Niveau der Vorwoche und 22,7% niedriger als im Vorjahr.
Zuständige Stellen und Analysten sagten, Schweinehalter und Schlachthöfe hätten den Verkauf, die Beschaffung und die Schlachtung beschleunigt, während heißes Wetter und das saisonale Tief in der Konsumnachfrage die Preise belasteten. Zhu Zengyong vom Institut für Tierwissenschaften und Veterinärmedizin an der Chinesischen Akademie der Agrarwissenschaften sagte, die Schweinepreise könnten sich in der zweiten Jahreshälfte moderat erholen, die Versorgung sei jedoch weiterhin locker und die Nachfrage bleibe schwach.
Der Bestand an Zuchtsauen in China lag Ende des zweiten Quartals bei 37,8 Millionen Tieren. Das sind 3,2% weniger als im vorigen Quartal und 6,5% weniger als im Vorjahr. Er liegt nahe am Kontrollziel von 37,5 Millionen und stellt den niedrigsten Stand in nahezu fünf Jahren dar. Der gesamte Schweinebestand betrug 424,91 Millionen Tiere, 0,3% mehr gegenüber dem Vorquartal und 0,1% mehr gegenüber dem Vorjahr.
Zhang Di, Senior Analyst beim Research Institute der China Galaxy Securities, sagte, die Spanne zwischen Mastschwein- und Standard-Schweinepreisen habe sich im späten Juni ausgeweitet, nachdem Züchter das Gewicht reduziert und die Transporte beschleunigt hätten, was die Preise kurzfristig stützte. Die saisonale Nachfrageschwäche und nur begrenzte Wiederauffüllungen durch Schlachthöfe hielten jedoch den Aufwärtsimpuls gedämpft. Hualong Futures erklärte, der Angebotsdruck habe sich nur leicht entspannt, die Unterstützung durch die Nachfrage bleibe jedoch begrenzt. Man erwarte, dass der Markt vorerst in einer Spanne verbleibe und erst im vierten Quartal eine echte Erholung zu sehen sei.
