„Die neue Plaza-Vereinbarung“ ist nicht mehr nur reißerische Headline-Politik: Sie hat bereits die erste echte Geldtransaktion gebracht.

USA und Japan kaufen gemeinsam den Yen; der USD/JPY-Kurs wurde von über 163 auf die Nähe von 155 „heruntergedrückt“. Warum greift Amerika ein? Ich denke nicht, um Japan zu retten, sondern um seinen eigenen Markt für US-Staatsanleihen zu schützen.

Wenn Tokio den Yen allein verteidigen würde, wäre die direkteste Munition die Dollar-Reserven. Sobald der Markt glaubt, dass Japan US-Staatsanleihen verkauft, um Yen zu kaufen, könnten die Renditen der langfristigen US-Anleihen erneut außer Kontrolle geraten. Washington würde lieber jetzt mithelfen, Yen zu kaufen, als später US-Anleihen zu schlucken, die Japan abwirft.

Noch gefährlicher ist der Yen-Carry-Trade. Menschen, die in der Vergangenheit mit günstig geliehenem Yen geliehen, US-Aktien, US-Staatsanleihen und BTC gekauft haben, stehen nun gleichzeitig vor einer Yen-Aufwertung und Kursverlusten bei ihren Vermögenswerten. Wenn die Margenanforderungen enger werden, verkauft man oft nicht den Yen, sondern die Vermögenswerte, die am leichtesten in Liquidität umgewandelt werden können.

Ich stelle mich auf die Seite der Liquiditätsverknappung. Wenn USD/JPY unter 155 fällt, könnte die Enthebelung den Prozess beschleunigen; wenn es wieder über 160 steigt, ändere ich meine Meinung.

Werden in dieser Runde zuerst die Anleihen, Tech-Aktien oder BTC abgestoßen? $BTC #Makro