IN HONGKONG KANN SELBST DAS VERKAUFEN VON BÜCHERN ZUM VERBRECHEN WERDEN

Die Repression gegen unabhängige Buchläden in Hongkong scheint kein Ende zu nehmen. Im Juli durchsuchte die Polizei, die für die nationale Sicherheit zuständig ist, zwei Einrichtungen im Viertel Mong Kok und nahm fünf Personen fest, die verdächtigt werden, Publikationen verkauft zu haben, die als „aufrührerisch“ eingestuft werden. (AP News)

Seit der Verabschiedung der neuen Sicherheitsgesetze müssen Buchhändler einen Spagat zwischen unklaren Verboten und „roten Linien“ hinbekommen, die die Regierung nicht eindeutig definieren will. Biografien von pro-demokratischen Persönlichkeiten, Bücher über die chinesische Geschichte oder auch bloße Kritik an der Macht können inzwischen Durchsuchungen, Schließungen und Gerichtsverfahren nach sich ziehen. (Reuters)

Früher war Hongkong eine Zuflucht für die redaktionelle Freiheit in der chinesischen Welt. Doch nach und nach verschwinden die unabhängigen Buchläden. Zensur bedeutet längst nicht mehr nur, bestimmte Bücher zu verbieten: Sie schafft eine ausreichende Angst, sodass sich Verleger, Verkäufer und Leser am Ende selbst zensieren.

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