【Protokoll-Beobachtung】Das XRP Ledger bereitet Funktionen vor, die zweimal wegen Sicherheitsproblemen zurückgezogen wurden. Nach der Reparatur werden sie erneut zur Abstimmung an Validierer übergeben

Laut CoinDesk soll xrpld 3.3.0 voraussichtlich nächste Woche erscheinen und fünf vorgeschlagene amendments mitbringen. Darunter sind Batch (maximal 8 Aufträge in atomaren Cross-Account-Transaktionen) und Permission Delegation (Institutionen können granularere Signaturrechte vergeben, ohne die vollständige Kontrolle abgeben zu müssen) zuvor bereits wegen schwerwiegender Schwachstellen ausgesetzt worden: Beim Ersteren könnte ein Signatur-Validierungsfehler Angreifern ermöglichen, Transaktionen ohne Schlüssel vorzuschicken; beim Letzteren gab es das Risiko von Fee-Weiterreichung bzw. dass Guthaben abgezogen werden. Damals waren die Funktionen noch nicht im Mainnet, es kam zu keinen Verlusten—aber der Prozess ist erwähnenswert: erst zurückziehen, dann fixen, dann abstimmen.

In derselben Version gibt es zudem drei neue Fähigkeiten mit stärkerem Fokus auf Institutionen und Assets:
• Confidential MPT: Zero-Knowledge-Beweise + elliptische Kurvenverschlüsselung, damit Mehrzweck-Token-Balancen/Transferbeträge der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wobei zugleich ein Prüf-/Compliance-Pfad erhalten bleibt
• Sponsored Fees and Reserves: Banken oder Plattformen können XRP-Gebühren und Reserven für Nutzer übernehmen und so die Hürde senken, „zuerst Gas-Token halten zu müssen, um sie nutzen zu können“
• Dynamic MPT: Bei der Emission kann festgelegt werden, welche Token-Eigenschaften später geändert werden dürfen, um das Umziehen kompletter Tokensätze zu reduzieren

Governance-seitig gilt: amendments werden erst aktiviert, wenn verifizierbare Validierer mindestens 80% Unterstützung für zwei aufeinanderfolgende Wochen erhalten—nicht eine einzelne Firma entscheidet. Das Haupt-Repository XRPLF/rippled (C++ Open Source) ist weiterhin aktiv; kürzlich gab es am 1.8. noch einen 3.2.1 Hotfix, und auch die Tests zu Confidential MPT schreiten voran.

Kurz gesagt: Das ist kein „Funktions-Overload“, sondern das erneute Aufrollen früher gescheiterter Sicherheitsannahmen—diesmal mit einer erneuten Prüfung an der Validierer-Schwelle. Ob institutionalisierte und datenschutzorientierte Assets in der Praxis wirklich ankommen, hängt von der Abstimmung und der realen Bereitstellung ab.

Quelle: CoinDesk https://www.coindesk.com/tech/2026/08/01/xrp-ledger-upgrade-brings-back-features-once-pulled-over-critical-bugs
Code und Releases: https://github.com/XRPLF/rippled

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