Ich möchte mit euch über die mentale Einstellung sprechen. Letzten Monat habe ich fünfmal hintereinander mit Stopps ausgestoppt, ganz benommen vor mir hin. Abends konnte ich nicht schlafen und dachte die ganze Zeit darüber nach, wie ich das wieder reinholen könnte. Später zwang ich mich, zwei Tage lang komplett Pause zu machen, und holte dann meine Handelsprotokolle hervor. Dabei stellte ich fest, dass die meisten Verluste daher kommen, dass ich hinterherkaufe und hektisch hinterherjage: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, Limit-Orders zu platzieren, aber sobald ich dann einen steilen Anstieg gesehen habe, bekam ich sofort Lust zu traden und bin hinterher reingegangen – und dann wurde ich in der Aktie gefangen.
Jetzt habe ich mir feste Regeln gesetzt: Jeden Tag nur einen einzigen Trade machen und, sobald er fertig ist, die Software schließen – egal ob Gewinn oder Verlust. Bei Aktien wie dieser (z. B. SanDisk) sind Schwankungen von mehreren Dutzend Punkten am Tag nichts Ungewöhnliches, aber ich schaue nicht mehr auf den Minuten-/Intraday-Chart. Stattdessen beobachte ich den Stunden-K-Chart und filtere damit den ganzen „Kleinkram“ heraus.
Ganz ehrlich: Sobald die Psyche stabiler ist, fällt es mir sogar leichter, gute Setups länger zu halten. Trading ist im Grunde ein Kampf mit dir selbst. Wenn du dich unter Kontrolle halten kannst, hast du schon die Hälfte gewonnen.
#TradFi晒单