594 $BTC wurden in 25 Minuten von Cold Wallets abgezogen, die nie das Internet berührt hatten.

Ein Firmware-Bug von Coldcard aus dem März 2021 führte dazu, dass bestimmte Geräte den Hardware-RNG übersprangen und auf einen schwachen Software-Generator zurückfielen, der mit vorhersagbaren Werten geseedet wurde. Samen, die eigentlich zufällig sein sollten, waren es nicht.

500 Single-Sig-Wallets wurden zwischen 01:31–01:56 UTC ausgeräumt. Median-Verlust: 0.41 BTC. Größter Treffer: 29.9 BTC. Der Angreifer filterte nach Kontostand — das war Absicht.
Schlüsselzahlen: → Mk3 (Firmware 4.0.1+): Entropie fiel auf ~40 Bit
→ Mk4/Mk5/Q (Pre-Fix): ~72 Bit statt 128
Ein Firmware-Update behebt keine bereits generierte Seed. Du musst eine neue erstellen und migrieren.

Die eigentliche Erkenntnis:

„Cold Wallet = sicher“ ist ein Denkmodell, keine Garantie. Air-Gapping verhindert Remote-Angriffe. Es schützt nicht vor schwacher Entropie, die bereits bei der Seed-Erstellung eingebaut wurde. Sobald die Seed kompromittiert ist, spielt die physische Isolation keine Rolle mehr.
On-Chain können wir die Konsolidierung und die Präzision sehen. Dieselbe Transparenz ermöglicht es ausgeklügelten Angreifern, anfällige Muster im großen Maßstab zu scannen.

Das ist nicht „Hardware Wallets sind kaputt“. Es ist ein spezifischer, lange schlafender Ausfall im Entropiepfad eines Herstellers. Per „Dice“ erstellte Seeds und starke BIP-39-Passphrasen lagen weitgehend außerhalb der Schadenszone.
Wenn du eine Seed auf einer betroffenen Coldcard ohne starke externe Entropie oder eine robuste Passphrase generiert hast, behandle sie als möglicherweise kompromittiert und gehe vorsichtig zu einer frischen Seed auf gepatchter Firmware über.

Selbstverwahrung bleibt das richtige Modell. Sie erfordert nur, zu verstehen, wo die tatsächlichen Vertrauensgrenzen liegen.
Bleib wachsam.