Babylons Aave-„Temp Check“ erneut geöffnet, in der Hoffnung, dass ich endlich verstehe, wie natives BTC-Lending funktioniert.

Die Schlagzeile klang einfach: natives BTC als Sicherheiten. Keine verpackten Tokens. Keine Custodians. Ich las weiter und ging davon aus, dass der Liquidations-Flow der gleichen Idee folgen würde. Wenn die Sicherheiten natives BTC sind, erwartete ich, dass die Person, die die Position liquidiert, irgendwann genau dieses BTC erhält.

So ist es aber nicht.
Der Liquidator bekommt WBTC sofort, während das BTC im Vault bleibt. Ich bin den Ablauf nochmal durchgegangen, weil das rückwärts wirkte. Zuerst dachte ich, es läge einfach an der Settlement-Zeit von Bitcoin.

Je mehr ich dem Prozess folgte, desto unvollständiger wirkte diese Erklärung. Liquidation und Redemption sind nicht dieselbe Aufgabe. Ein permissionless Liquidator muss nur das Lending-Markt-Setup wiederherstellen. Das Einlösen des nativen BTC ist eine separate Verantwortung, die später von einem Arbitrageur übernommen wird, der die Redemption-Rechte des Vaults hat. Der „BTC Vault Swap Spoke“ existiert, um diese beiden Verantwortlichkeiten zu trennen, statt einen einzigen Akteur zu zwingen, beides zu tun.

Ich hatte Liquidation bisher so behandelt, als wäre es der Moment, in dem die Sicherheiten den Besitzer wechseln. Nochmals die Vorlage gelesen: Es wirkte eher so, als wäre es der Moment, in dem sich die Verantwortung wechselt. Eine Partei repariert den Lending-Markt. Eine andere sorgt später für das Settlement von Bitcoin. Das BTC muss sich nie bewegen, nur weil eine Liquidation passiert.

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