Trump unterstützt Wosch und fordert Senkung der Zinsen: Die USA sollen weltweit die niedrigsten Zinsen haben

Am 28. Juli erklärte US-Präsident Trump am Montag gegenüber Medien, er unterstütze den Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed), Kevin Warsh, und beharre darauf, dass die USA über ein global niedrigstes Zinsniveau verfügen sollten.

Trump sagte bei einem Interview an Bord der Air Force One, Warsh sei „außerordentlich gut“, doch innerhalb des Fed-Direktoriums gebe es „sehr stark politisierte“ Mitglieder mit „schlechten Absichten“, die ihn daran hinderten, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Trump machte deutlich, dass die USA die weltweit niedrigsten Zinsen haben müssten. Das jährliche Wachstum des BIP hätte eigentlich zwischen 8% und 12% liegen sollen. Zudem kritisierte er, dass einige Fed-Politikgestalter Zinssenkungen blockierten, und rief dazu auf, die Zinsen auf das Niveau von vor drei Jahrzehnten zu senken.

Die Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, in dem der Federal Open Market Committee (FOMC) der Fed in zwei Tagen die neuesten Zinsentscheidungen bekanntgeben wird. Der Markt geht allgemein davon aus, dass die Beamten die Zinsen unverändert lassen werden – ein Kurs, den die Fed seit Beginn des Jahres verfolgt.

Derzeit liegt die Zielspanne für den Leitzins für kurzfristige Einlagen (overnight) bei 3,5% bis 3,75%; seit der seit der zweiten Jahreshälfte 2025 vorgenommenen Zinssenkung um insgesamt 75 Basispunkte ist sie unverändert geblieben.

Auch im Vergleich zu den wichtigsten Volkswirtschaften weltweit liegt das Zinsniveau der USA derzeit nahe an dem des britischen Notenbanksystems, jedoch weiterhin höher als das der Europäischen Zentralbank (2,25%) und höher als das von Japan (1%).

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group geht der Markt weiterhin davon aus, dass die Fed mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die Zinsen anpassen könnte; über ein Drittel der Wahrscheinlichkeit entfällt dabei auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.

Zusammenfassend fallen Trumps Aussagen genau in die Phase vor den entscheidenden geldpolitischen Entscheidungen der Fed. Seine anhaltende Fixierung auf extrem niedrige Zinsen und die derzeit vorsichtige Haltung der Notenbanken aufgrund von Inflationsdruck könnten die bestehenden politischen Differenzen zwischen Notenbank und Regierung weiter verschärfen.

Sollte das Weiße Haus weiterhin in die Unabhängigkeit der Notenbank eingreifen, könnte dies nicht nur die bevorstehenden Fed-Entscheidungen beeinflussen, sondern auch die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik erhöhen.

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