Indiens Durchsetzungsbehörde (ED) hat angeblich ein Krypto-Hawala-Netzwerk aufgedeckt, das mit internationalem Drogenschmuggel in Verbindung steht. Die Behörde habe Berichten zufolge einen in Dubai ansässigen indischen Staatsangehörigen festgenommen, weil er digitale Vermögenswerte nutzte, um Geld aus dem Drogenhandel zu waschen.

Dem Angeklagten, Nihal V.N., wird angeblich vorgeworfen, in Indien aus Rauschgiftsverkauf erzeugtes Bargeld in Krypto und Fremdwährungen umgewandelt zu haben, erklärte die ED. Später transferierte er die Gelder über ein grenzüberschreitendes Krypto-Hawala-Netzwerk ins Ausland.

Laut einer offiziellen Pressemitteilung der indischen Behörde wurden die Gelder an Drogeneinkäufer in Brasilien und Thailand gesandt. Das Geld sei angeblich verwendet worden, um hochwertige Rauschgifte und synthetische Drogen zu erwerben, die später nach Indien geschmuggelt wurden. Berichten zufolge identifizierte die ED mehrere Krypto-Wallets, Bankkonten und Briefkastenfirmen, die vermutlich Teil der Hawala-Operation waren.

Als die Ermittlungen voranschritten, beschlagnahmten die indischen Behörden in Goa Drogen im Wert von rund 1,1 Mrd. ₹. Dazu gehörten 1.825 LSD-Blots, Kokain, Charas und DMT. Während die Behörde 26 Standorte in mehreren Bundesstaaten durchsuchte, stellte sie etwa 3 Mrd. ₹ in baren Mitteln, digitalen Geräten und Dokumenten sicher. Die Behörde teilte außerdem mit, dass das Team die Drogen über mehrere indische Bundesstaaten hinweg mithilfe eines Business-to-Business-(B2B)-Versorgungsmodells verteilt habe. Sie nutzten Krypto, Offshore-Konten und Briefkastenfirmen, um diese illegalen Gelder zu bewegen.

Wesentlich ist, dass die neuesten Entwicklungen in diesem Krypto-Hawala-Netzwerk-Fall Teil der größeren Bemühungen Indiens sind, gegen zunehmende kryptobezogene Finanzkriminalität vorzugehen. Anfang dieses Jahres erklärte der ED-Direktor Rahul Navin, dass die Behörde sich auf die Bekämpfung von Krypto-Betrug, Terrorfinanzierung, Cyberkriminalität und Drogenhandel konzentriert.

Das Land hat in den vergangenen Monaten mehrere kryptobasierte Ermittlungen gestartet. Eines der jüngsten Ereignisse ist die Beschlagnahme von 35 Millionen US-Dollar bei einem Krypto-OTC-Betrug, wie CoinEdition berichtete. Darüber hinaus richtet die Behörde auch gezielt den Drogenhandel und dessen Verbindungen zu Krypto aus. Laut Regierung nutzen Drogendealer und Netzwerke zunehmend Kryptowährungen, VPNs und verschlüsselte Messaging-Anwendungen, um ihre Gelder zu verlagern und die Transaktionen zu verschleiern.

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