Der größte Handelspartner Koreas, POSCO International, und LG CNS tun etwas ziemlich Handfestes: echte Handelsforderungen statt simulierte Daten auf die Blockchain zu bringen.

Laut einem Bericht von CoinDesk testen beide auf Injective die Emission, Übertragung und Abwicklung von Forderungen. Ziel ist es, dass die Rückflüsse aus dem Geschäft zwischen globalen Tochtergesellschaften reibungsloser laufen. Auf einem gemeinsamen Ledger lassen sich außerdem Compliance-Regeln verankern, wodurch sich die Abstimmungszeit zwischen Käufer und Verkäufer sowie zwischen den Parteien und der Bank verkürzt. POSCO erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 22,2 Milliarden US-Dollar und ist in Stahl, Energie und Batteriematerialien tätig. Nach Abschluss des Pilotprojekts ist geplant, in eine produktive Umgebung überzugehen.

Das ist ein anderer Strang als „die Tokenisierung von Fonds/Aktien“ – denn in der Handelsfinanzierung sind Forderungen an sich echte geschäftliche Verbindlichkeiten. Auf die Blockchain zu bringen bedeutet hier vor allem: Working-Capital-Umlauf und die Effizienz der Abstimmung zwischen mehreren Parteien verbessern. Auf Unternehmensseite in Korea gibt es ohnehin schon Bewegung: Hyundai hatte zuvor interne Treasury-Überträge mit einem Stablecoin durchgeführt, und Circle arbeitet außerdem mit lokalen Institutionen an einer Stablecoin-Zahlungsinfrastruktur.

Technisch betrachtet ist Injective ein öffentlich einsehbares L1 (die offizielle GitHub-Organisation InjectiveLabs verfügt weiterhin über SDKs, Dokumentation und On-Chain-Tools, die fortlaufend aktualisiert werden). Der besondere Reiz dieser Story liegt darin, dass große Handelskonzerne echte Beleg-/Notenprozesse auf ein gemeinsames Ledger verlagern – statt nur Parolen zu verbreiten.

Quelle:https://www.coindesk.com/business/2026/07/26/south-korea-trading-giant-puts-receivables-onchain-in-tokenization-test-with-lg-cns

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