Der S&P-500-Index im Verhältnis zur Geldmenge M2 ist auf das Niveau zurückgekehrt, das letztmals am Höhepunkt der Dotcom-Blase im Jahr 2000 zu beobachten war.

An sich bedeutet dieser Indikator nicht, dass der Markt unmittelbar vor einem Zusammenbruch steht. Er zeigt lediglich, wie schnell die Marktkapitalisierung amerikanischer Aktien im Vergleich zum Umfang der Liquidität in der Wirtschaft gewachsen ist. Wenn diese Lücke historisch groß wird, beginnen Investoren genauer zu prüfen, ob die Unternehmensgewinne die so hohen Bewertungen tatsächlich rechtfertigen.

Wichtig ist, nicht in die Falle lautstarker Analogien zu tappen. Ein ähnlicher Chart bedeutet nicht, dass sich die Geschichte eins zu eins wiederholt. Aber er erinnert daran: Je teurer der Markt wird, desto weniger Spielraum bleibt für Fehler in Prognosen und im Unternehmensreporting.

Märkte fallen selten nur wegen eines schönen Charts. Doch genau solche Charts veranlassen Investoren, sich schon dann unbequeme Fragen zu stellen, bevor offensichtliche Probleme auftauchen.

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