Zollbehörden in Korea beschlagnahmen im ersten Halbjahr illegale Devisentransaktionen im Wert von 72 Billionen Won; virtuelle Vermögenswerte als rechtswidrige Zahlungsmittel für Kapitalabflüsse

Am 27. Juli berichtete die „Chosun Ilbo“, dass die Korea-Zollbehörde der Öffentlichkeit mitgeteilt hat, im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 792 Fälle illegaler Devisentransaktionen aufgedeckt zu haben. Der Gesamtbetrag der betroffenen Gelder beläuft sich auf 72 Billionen Won (etwa 4,92 Milliarden US-Dollar).

Dies ist das Ergebnis, dass die Behörden in einem Umfeld hoher Wechselkurse, in dem der koreanische Won anhaltend schwächelt und die Liquidität im Devisenhandel unter Druck steht, insbesondere Unternehmen überprüften, die im Verdacht stehen, illegale Devisentransaktionen durchzuführen, und die Strafverfolgung gegen illegale Devisenaktivitäten verstärkten.

Die diesjährige Prüfung umfasste 50 als besonders verdächtig eingestufte Unternehmen. Der Maßnahmenbereich erstreckt sich auf direkte rechtswidrige Übertragungen von Devisen ins Ausland sowie auf neuartige Abwicklungsmodelle wie die Nutzung von illegalem Geldwechsel, die Umgehung der Aufsicht durch virtuelle Vermögenswerte und die Behinderung der Überwachung von Devisentransaktionen.

Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass einige Unternehmen Darlehen inländischer Finanzinstitute in Investitionen in ausländische Immobilien steckten, anschließend Gewinne im Ausland verbargen und diese nicht wie gesetzlich vorgeschrieben in das Inland zurückführten.

Darüber hinaus verlagerten einige kleinere Auslandsüberweisungs-Geschäfte durch die Ausgabe mehrerer virtueller Konten insgesamt 2,5 Billionen Won ins Ausland. Dabei handelte es sich um Gelder, die auch aus Straftaten wie Voice-Phishing und Glücksspiel stammten.

Der Leiter der Korea-Zollbehörde, Lee Jong-wook, erklärte: „Angesichts des Drucks, den das Hochwechselkurs-Umfeld auf die heimische Wirtschaft ausübt, werden wir mit den zuständigen Behörden wie dem Ministerium für Planung und Finanzen stärker zusammenarbeiten, um gemeinsam gegen illegale Devisenabflüsse vorzugehen und Schwankungsrisiken für die Finanzmärkte zu verhindern.“

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