In Kabardino-Balkarien sind bei einem Aufstieg auf den Berg Elbrus sechs Bergsteiger ums Leben gekommen. In der Verwaltung des Untersuchungskomitees der Russischen Föderation für die Region teilte man am Sonntag, dem 26. Juli, mit, dass zwei Gruppen zur Spitze aufgebrochen seien: eine aus sieben Ausländern und eine aus zwei Russen. Der Regionaldienst für Katastrophenschutz (MChS) verweist auf den Telegram-Kanal „Elbrus 07“, der über den Tod von fünf Bürgern von Bosnien und Herzegowina in der ersten Gruppe und einer Person in der zweiten berichtet hatte.

Am Abend des 25. Juli geriet eine Gruppe von Bosniern aufgrund sich rasch verschlechternder Wetterbedingungen vom geplanten Weg ab. Einer der Bergsteiger stieg ab und teilte mit, dass zwei Teilnehmer in einer Höhe von 5100 Metern eine Verschlechterung ihres Zustands spürten und starben. Später entdeckten die Rettungskräfte noch einen weiteren Überlebenden und die Leichen von drei weiteren.

Ursache des Todes war eine plötzliche Verschlechterung des Wetters

Die Gruppe war registriert und erfahren, doch eine Tragödie ließ sich aufgrund schwerster Wetterbedingungen nicht vermeiden – der Wind hatte etwa bis auf 70 km/h zugenommen, es begann ein Schneesturm, schreibt der Telegram-Kanal Baza. Bosnische Medien berichteten, dass sieben Expeditionsteilnehmer Bewohner der Stadt Zenica im zentralen Teil von Bosnien und Herzegowina waren. Unter ihnen befanden sich ein Ehepaar und eine Ärztin.

Laut Angaben russischer staatlicher Agenturen wurden bislang mindestens drei Leichen wegen des schlechten Wetters nicht geborgen. Die Ermittlungsabteilung hat ein Strafverfahren wegen des Artikels über „die Verursachung des Todes aus Fahrlässigkeit gegenüber zwei oder mehr Personen“ eingeleitet.

In einer anderen Gruppe von Bergsteigern starb einer

Später teilten Ermittler aus Kabardino-Balkarien mit, dass am 26. Juli auch eine andere Gruppe aus zwei Bergsteigern, die sich in einer Höhe von 5300 Metern befand, ebenfalls um Hilfe gebeten hatte. Einer von ihnen starb, der andere wurde evakuiert.

Nach Angaben von Baza handelt es sich um Touristen aus dem Stawropol-Gebiet und aus dem Tulaer Gebiet. Einer starb an Unterkühlung. Sein Körper bleibt bislang auf dem Berg – er kann aufgrund der Wetterbedingungen nicht geborgen werden.

Der Elbrus – der höchste Berg Russlands und Europas. Seine zwei Gipfel – der Ostgipfel (5621 m) und der Westgipfel (5642 m) – sind durch einen flachgeneigten Sattel (5416 m) voneinander getrennt. Die Entfernung zwischen den Gipfeln beträgt etwa 1,5 km. Eine Seilbahn bringt Touristen bis auf eine Höhe von 3847 m, danach gehen sie zu Fuß oder mit einem Raupen-Ratrac.

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