Geld verließ diese Woche das Netzwerk — über 20 Millionen US-Dollar wurden zu anderen Ketten gebridged. Gleichzeitig hat ein weithin bekannter Trader exakt dieselben Daten betrachtet, die auch alle anderen lasen, und sie als bärisch eingestuft, dabei nannte er es eines seiner Top-Setups.

Avalanche verzeichnete in der vergangenen Woche einen Netto-Abfluss von 20,9 Millionen US-Dollar in andere Ökosysteme — eine Art Zahl, die normalerweise wie eine Kapitalabwählstimme mit den Füßen wirkt. Doch Michaël van de Poppe hob AVAX trotzdem als herausragende Wahl hervor und verwies auf bullische Divergenz sowie auf echte RWA-Aktivität, die sich unter der Überschrift des Abflusses aufbaut.

Der 4H-Chart stützt die Divergenz-Auslegung stärker als die Abfluss-Story: Nachdem AVAX mehrere Tage in einer Spanne von 6,3–6,9 „herumgehackt“ hatte, fiel der Kurs scharf auf ein Tief nahe 6,19 rund um den 23.–24. Juli und drehte dann hart nach oben — mit einem anschließenden Anstieg bis zu einem Hoch nahe 6,89, bevor er sich bei seinem aktuellen Wert von 6,669 einpendelte. Der Kurs handelt über der EMA9 (6,638) und der EMA21 (6,551), testet die langfristig fallende EMA200-Trendlinie nahe 6,68–6,69 von unten und bewegt sich mit einem RSI von moderaten 59,08. Das MACD-Histogramm ist dabei deutlich positiv bei 0,0425.

Eine scharfe V-förmige Umkehr von einem Mehrtages-Tief, mit so starkem Momentum, ist genau die Art von Setup, die oft tatsächlich eine echte Trendwende markiert — aber das Testen einer langfristig fallenden Trendlinie von unten ist genau der Bereich, in dem frühere Rallyes zuvor gescheitert sind. Der Abfluss und der Divergenz-Call widersprechen sich nicht wirklich — Geld kann zwar eine Kette verlassen, während gleichzeitig ihre überzeugtesten Inhaber und die RWA-Aktivität weiter wachsen.

Ob AVAX diese Trendlinie durchbricht oder erneut an ihr abgewiesen wird, entscheidet darüber, welche Story gewinnt.

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