BitMart startet den Börsenbetrieb offiziell, schließt die Exchange-Geschäfte geordnet ab und plant, den Betrieb am 31. Januar des kommenden Jahres vollständig einzustellen

Am 26. Juli veröffentlichte die Krypto-Börse BitMart die neueste offizielle Ankündigung und erklärte, dass sie den Plattformbetrieb schrittweise und geordnet einstellen werde, um ihren rund neun Jahre währenden weltweiten Dienst für digitale Vermögenswerte zu beenden.

Laut Ankündigung wird die Plattform ab dem 26. Juli um 09:30 Uhr (UTC+8) die Annahme neuer Benutzerregistrierungen einstellen, alle Ein- und Aufzahlungen von Kryptowährungen und Fiatwährungen pausieren sowie schrittweise automatisierte Dienste wie Copy-Trading und Grid-Trading beenden.

Ab dem 26. August um 09:00 Uhr (UTC+8) wird BitMart außerdem alle Spot-, Futures- und sonstigen Handelsdienste einstellen. Darüber hinaus plant die Börse, den Handelsbetrieb der Plattform am 31. Januar 2027 um 23:59 Uhr (UTC+8) offiziell vollständig einzustellen.

Gleichzeitig veröffentlichte BitMarts globaler CEO Nenter Chow eine Klarstellung zum Stilllegungsvorfall. Er sagte, dass er von dem Vorhaben im Voraus keinerlei Kenntnis gehabt habe, habe die Ankündigung erst gesehen, als sie veröffentlicht wurde, und sei nicht an dieser Entscheidung beteiligt gewesen.

Chow teilte mit, dass er am 24. Juli davon erfahren habe, dass seine Position als globaler CEO beendet werde, und dass der Austrittsprozess unmittelbar begonnen habe. Bislang habe er jedoch keine Bestätigung über das endgültige Austrittsdatum erhalten. Seit dem 24. Juli habe er weder an der Unternehmensführung oder Entscheidungsfindung teilgenommen noch sei er zu operativen Angelegenheiten konsultiert worden.

Bemerkenswert ist, dass nach der Ankündigung der Stilllegung durch BitMart der MSX-Gründer Bruce J anschließend einen X-Post veröffentlichte, in dem er andeutete, BitMart möglicherweise übernehmen zu wollen. Unklar ist jedoch, ob er bereits Kontakt mit dem BitMart-Team aufgenommen hat.

Bruce J erklärte, dass er im Falle eines erfolgreichen Kaufs zunächst die Übertragungsformalitäten abschließen und zweitens die Gebühren für Spot- und Kontrakt-Handelsgebühren auf 0 senken werde. Er ist der Ansicht, dass die Handelsgebühren bei Krypto-Börsen zu hoch seien.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Nach rund neun Jahren Betrieb ist BitMart letztlich zwischen den beiden Belastungen Compliance-Kosten und Marktbetriebsdruck zerrieben worden. Das ist nicht das erste Mal, dass man von der Schließung einer Börse hört, und vermutlich auch nicht das letzte Mal.

Für Nutzer bedeutet das: Derzeit bleibt ihnen im Grunde nur, das Zeitfenster zu nutzen, um ihre Vermögenswerte abzuziehen, bevor die Plattform endgültig ihren Betrieb einstellt. Auf keinen Fall sollten die eigenen Vermögenswerte zu Opfern der Welle von Börsenschließungen werden.

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